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„Zur Falle“: Pächter Friedrich Kirchner hört Ende Januar auf – Nachfolger steht noch nicht fest

Wer steht künftig am Zapfhahn der Traditionskneipe?

Bückeburg (rc). In Bückeburgs Traditionsgaststätte Nr. 1 „Zur Falle“ steht ein Pächterwechsel an. Friedrich Kirchner aus Bad Oeynhausen wird am 31. Januar nach sechs Jahren seine Zelte in Bückeburg abbrechen und sich auf sein Hotel in dem Badeort konzentrieren. Wer Nachfolger in der Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe gehörenden Gaststätte wird, steht noch nicht fest. Wie der Chef der Fürstlichen Hofkammer Christian Fischer auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, stehe man in Verhandlungen mit zwei Interessenten. In der kommenden Woche soll der neue Pachtvertrag unterzeichnet werden.

veröffentlicht am 20.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

Wie Fischer sagte, wird die Gaststätte voraussichtlich „einige Tage“ geschlossen werden müssen, um Schönheitsreparaturen und ein paar kleinere Arbeiten in der Küche zu erledigen. Dann soll der oder die Neue sofort weitermachen. Denn, so Fischer: „Wir müssen in Bückeburg Terrain zurück gewinnen, das wir in der Vergangenheit verloren haben.“ Es gehe darum, dass auch die Einheimischen wieder in die „Falle“ gehen: „Es muss ein Lokal für Bückeburger werden.“

Gegenüber unserer Zeitung dementierte Altpächter Kirchner, dass wirtschaftliche Gründe für die vorzeitige Kündigung seines Pachtvertrages ausschlaggebend gewesen seien: „Keine Insolvenz.“ Als Hauptgrund nannte er sein Alter. Er sei jetzt 60 geworden und wolle sich künftig auf die Arbeit im Hotel Stickdorn in Oeynhausen konzentrieren. Die tägliche Belastung auch noch die „Falle“ zu führen sei ihm zu viel geworden. Man könne sich nur auf eins richtig konzentrieren, „um der beste Laden in der Stadt zu sein“. Und dazu fehle ihm die Zeit: „Für die Gäste und das Stammpublikum ist es besser, wenn der Wirt hinter der Theke steht, so wie bei Fallen-Fritz.“

Kirchner räumte aber auch ein, dass ihn die Streitigkeiten mit einem unmittelbaren Nachbarn rund um den Biergarten der „Falle“ die „Nerven aufgerieben haben“. „Der will die ganze Stadt kaputtmachen“, wetterte er. Die Streitigkeiten hatten dazu geführt, dass der Biergarten im hinteren Bereich im Sommer 2010 ganz geschlossen blieb, an der Langen Straße wurden immerhin Öffnungszeiten bis 23 Uhr genehmigt. Seinem Personal, sieben Festangestellten und sieben Aushilfen, hat Kirchner fristgerecht gekündigt. Er rechnet damit, dass der Großteil vom neuen Pächter übernommen wird.

Seit dem Jahr 2000 gehört Fürst Alexander die Traditionsgaststätte „Zur Falle“. Jetzt ist die Fürstliche Hofkammer auf der Suche nach einem neuen Pächter.

Foto: rc




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