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Neue Verkehrsinsel an der L 433 falsch platziert? / Rainer Feldmann: Es gibt keine Alternative

Wer zu schnell fährt, landet in der Bushaltestelle

Hohenrode (wm). Die Verkehrsinsel auf der Landesstraße 433 am Ortsausgang in Hohenrode in Richtung Strücken war noch nicht einmal fertig, da gab es schon den ersten Unfall: Ein Einheimischer fuhr einfach darüber hinweg. Und einen Beinahe-Unfall: Ein Lastzug schätzte den Kurvenradius falsch ein und wich in die Bushaltestelle aus - gut, dass der Schulbus schon weg war.

veröffentlicht am 25.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

Die neue Verkehrssituation durch die Insel sei bedenklich, formuliert Gerlinde Göldner-Dorka, Ortsratsmitglied wie Ratsfrau, und drückt damit aus, was alle Hohenroder meinen, die dort jeden Tag vorbeifahren müssen. Das Problem: Wer vor der Verkehrsinsel - im Amtsdeutsch Querungshilfe genannt - zu schnell fährt, landet unweigerlich in der Bushaltestelle. Gerlinde Göldner-Dorka mag sich nicht vorstellen, was hier im Winter bei Glatteis passieren könnte, wenn gerade Schulkinder morgens in den Schulbus einsteigen wollen. Wünschenswert wäre außerdem, sagen Hohenroder, die Insel wäre so gebaut, dass sie den Verkehr, der von Strücken kommt und meist mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort fährt, abbremst. Der Verkehr, der aus dem Ort heraus fährt, sei in der Regel mit moderater Geschwindigkeit unterwegs. Bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, zuständig für die Landesstraße, herrscht Ungläubigkeit über die Kritik. Planer Dirk Lueg: "Auf die Planentwürfe haben so viele Leute geschaut, an dem Verfahren waren so viele Behörden beteiligt, das kann gar nicht falsch sein." Warum die Insel nicht anders habe angelegt werden können, als an dieser Stelle, präzisiert der stellvertretender Leiter, Rainer Feldmann: Auf der anderen Straßenseite, der Südseite, gebe es eine private Hauseinfahrt und die Einmündung zum Siekweg. Nach Einschätzung seines Amtes ein größeres Risiko, hätte man hier die Fahrbahn verschwenkt. Letztlich sei auch hier eine Bushaltestelle, wenn auch ein paar Meter weiter entfernt. Die Insel habe man auch nicht weiter westlich, also in Richtung Strücken verschieben können, weil auf der Südseite der Bürgersteig wie Radweg fehle - eine Überquerung mache also keinen Sinn - außerdem münde hier das Steilstück des landwirtschaftlichen Weges "Große Heide" ein. Die Radien an der Insel wie die Breite der Fahrbahn seien Standart - ausreichend, dass auch ein Lastzug die Insel problemlos umfahren könne. Vorausgesetzt, er hält sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer im Ort. Und das sieht Feldmann als das eigentliche Problem an: "Die Autofahrer fahren einfach viel zu schnell."




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