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Ortsbrandmeister Markus Meier: Mitgliederzahl stagniert auf gutem Niveau

Wettbewerbsgruppe noch in der Findung

Goldbeck. Die Ortsfeuerwehr Goldbeck baut sich auf mehreren Ebenen neu auf, unterstrich Ortsbrandmeister Markus Meier durch seinen Bericht zur Jahresversammlung, denn vor allem der Ausbau des Gruppenraums sowie die Neuformierung der Wettbewerbsgruppe nach dem Ausstieg ihres Coaches Klaus-Dieter Budde hatten die höchstgelegene Ortsfeuerwehr der Stadt Rinteln im Vorjahr beschäftigt.

veröffentlicht am 13.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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„Der Gruppenraum ist fertig und die somit größte Baumaßnahme abgeschlossen“, zog Meier den Schlussstrich unter das Projekt, dessen Abschluss alle Abteilungen am 13. Dezember im Rahmen der Weihnachtsfeier gewürdigt hatten. Fertig, aber es fehlen noch Tische, und aus der alten Teeküche sollen noch eine Werkstat für den Gerätewart und ein Lagerraum werden, kündigte Meier einen Nachzieher und nochmaligen Einsatz für die Bauleute der Ortsfeuerwehr an.

Aufholbedarf sah Meier bei der Spezialistengruppe der Atemschutzgeräteträger. Zwar stünden acht ausgebildete Leute mit Leistungsnachweis zur Verfügung, aber ein paar mehr sollten es schon sein, nicht zuletzt wegen der abseitigen Lage Goldbecks von den Nachbarfeuerwehren und der Schwerpunktfeuerwehr der Rintelner Kernstadt. Darum solle zeitnah verstärkt um mehr Träger geworben werden.

In diesem Zusammenhang machte der Ortsbrandmeister auf organisatorische Änderungen im Bereich Atemschutzgeräteträger (AGT) aufmerksam, denn nicht nur Leistungsnachweis und die vorgeschriebenen Untersuchungen seien erschwerende Hindernisse bei der Nachwuchssuche. So zählten künftig weder die Übungen der Taubenberger AGT-Übungen als auch diejenigen auf Stadtebene nicht mehr als Leistungsnachweis.

Dagegen sei die Wettbewerbsgruppe (drei Mal in Folge Stadtmeister) nach ihrem Neubeginn wieder zwar „noch in der Findung“, aber auf einem guten Weg. Hintergrund: Die Gruppe hatte bei den Stadtwettbewerben 2014 den 2. Platz erzielt und wurde darüber hinaus überlegen Taubenberg-Meister 2014.

Die Ortsfeuerwehr Goldbeck ist gut aufgestellt „und stagniert (was die Mitgliederzahlen betrifft) auf gutem Niveau“, fasste der Ortsbrandmeister zusammen. Die Feuerwehr „stagniert“ zurzeit bei 146 Mitgliedern, was bei einem kleinen Ortsteil wie Goldbeck eine gesunde Relation bedeutet. Und als Aktivposten kann sie aktuell nominell auf 28 Mitglieder in der Einsatzgruppe bauen. Davon abgesehen gebe es aber bei der tatsächlichen Verfügbarkeit deutlichen Nachholbedarf, mahnte Meier. Das habe sich besonders bei der Einsatzübung am 27. November gezeigt, als sich nach der Alarmierung lediglich sechs Einsatzkräfte am Gerätehaus eingefunden hatten. „Im Ernstfall wäre es ein Problem.“

Feuerwehrdienst verlangt auch Augenmaß und realistische Einschätzung der eigenen Möglichkeiten, illustrierte Meier an einem aktuellen Beispiel. Denn die Ortsfeuerwehr habe einen älteren Hilfeleistungssatz abgegeben, da er auf dem Einsatzfahrzeug „nicht verlastet werden kann“.

Ein Indikator dafür, dass es in der Feuerwehr rund läuft, sind die Beförderungen und Ehrungen langjähriger Mitglieder, die zu den Höhepunkten einer Jahresversammlung zählen. Dabei rückten Rainer Eckermann und Maximilian Rolf eins rauf zu Hauptfeuerwehrleuten. Friedel Budde sowie Walter Brandt als Urgesteine der Ortsfeuerwehr Goldbeck erhielten als ehemals Aktive jeweils die Auszeichnung für 60-jährige Mitgliedschaft. Das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre in der Feuerwehr ging an Reinhard Woditsch, Uwe Budde, Bernd Godehus, Werner Lehmeier, Walter Menke, Hilmar Meier sowie Karl-Heinz Meier.

Goldbecks Ortsbrandmeister Markus Meier (M.) mit Friedel Budde (l.) und Walter Brand, die seit je 60 Jahren zur Ortsfeuerwehr Goldbeck gehören. who




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