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Dachdeckereinkauf baut neue Filiale im Logistikpark / Viel Platz für Lager und Ausstellung

„Wichtig, in diesem Mittelpunkt zu bleiben“

Lauenau/Messenkamp (nah). Einer der bedeutendsten Lieferanten für Dachdeckerbetriebe, Zimmereien und Installateure errichtet eine neue Filiale im Lauenauer Logistikpark. Die Genossenschaft „Dachdecker-Einkauf Ost eG“, die seit 1975 ein Lager in Messenkamp unterhält, will sich deutlich vergrößern. Statt bisher 4600 Quadratmetern stehen künftig 11 500 Quadratmeter für Lager, Verkauf und Ausstellung zur Verfügung.

veröffentlicht am 22.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:41 Uhr

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Soeben haben in unmittelbarer Nachbarschaft des Bowling-Centers die Erdarbeiten begonnen. Die Grundsteinlegung ist für den 11. November angesetzt; spätestens im Frühsommer soll der neue Stützpunkt bezogen werden. Dort entsteht eine 2000 Quadratmeter große Halle mit breiten Dachüberständen, um unter ihnen beispielsweise Holz vorrätig halten zu können. Auf dem Freigelände bietet sich weitaus mehr Fläche als bisher für Dachziegel und anderes Material, das frei der Witterung ausgesetzt werden kann. „Wir wollen nicht mehr als in Messenkamp einlagern, dies aber viel strukturierter tun“, hat sich Niederlassungsleiter Jens Pölzl vorgenommen, der seit 2002 in Messenkamp Chef von elf Mitarbeitern ist.

Unter den 24 Filialen, die der „Dachdeckereinkauf“ in den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Sachsen betreibt, zähle sein Stützpunkt von Größe und Umsatz „zum vorderen Drittel“. Der Einzugsbereich der etwa hundert Betriebe, von denen etwa zwei Drittel auch Genossenschaftsanteile gezeichnet haben, ist rund um Deister und Süntel zu finden – in der Region Hannover sowie den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg.

„Deshalb war es für uns wichtig, in diesem Mittelpunkt zu bleiben“, beschreibt Pölzl die schon vor Jahren begonnene Suche nach einem geeigneten Grundstück. 2007 sei dann die Fläche im Logistikpark erworben und mit der Planung begonnen worden. Schon lange sei es „in Messenkamp viel zu eng“. Zudem sieht er auch den ständig wachsenden Lieferverkehr als eine Belastung für die Anwohner an: „Donnerstags ist es wirklich am schlimmsten.“

Das alles soll sich nun ändern. So sei besonderer Wert auf eine vor der Witterung geschützte Be- und Entladezone an der Halle Wert gelegt worden. Eine weitere wesentliche Verbesserung sieht Pölzl zudem in einem großen Ausstellungsbereich: Handwerksbetriebe könnten ihren Kunden Baumaterial und Einrichtungen zeigen; auch für Privatpersonen werde es künftig einfacher sein, sich vor eigenen Bau- und Sanierungsplänen umfassend zu informieren.

Mit dem geplanten Ortswechsel ist vorerst an eine Aufstockung der Arbeitsplätze nicht gedacht: Dank besserer Strukturierung auf größerer Fläche sei dies zunächst nicht zu erwarten; es sei denn, die dann attraktivere Filiale erschließe sich neue Kundenschichten.

Das alte Areal in Messenkamp dürfte nach dem gegenwärtigen Stand nicht lange verwaist bleiben. „Interessenten für die Nachnutzung sind da“, weiß Pölzl.




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