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Stadt will neues Einzelhandelsgutachten erarbeiten lassen

Wie die Innenstadt vor der „Grünen Wiese“ schützen?

Bückeburg (rc). Die Stadt will ein Einzelhandelskonzept erstellen, um ihren Bebauungsplänen speziell für die Innenstadt und die Gewerbegebiete mehr Rechtssicherheit zu geben. Das will jedenfalls Baubereichsleiter Jörg Klostermann, der nach der Sommerpause die entsprechenden Pläne und Vorhaben den politischen Gremien vorstellen will. „Das liegt mir sehr am Herzen“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

veröffentlicht am 24.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 08:21 Uhr

Im Grunde geht es um die Frage, die in Bückeburg in den vergangenen Jahrzehnten bereits mehrfach – und kontrovers – diskutiert worden ist: Wie kann die Innenstadt vor dem Verlust weiterer Einzelhandelsgeschäfte geschützt werden, weil Standorte auf der „Grünen Wiese“ wie etwa an der Kreuzbreite attraktiver sind? Um die Innenstadt zu schützen, war seinerzeit etwa für die Kreuzbreite eine Sortimentsbeschränkung im Bebauungsplan verankert worden. Bestimmte Produktbereiche wie etwa Uhren, Schmuck oder Blumen dürfen dort nicht verkauft werden. Als dann etwa das E-Center zusammen mit dem Innenstadt-Aldi an den Weinberg umsiedelte, gab es im Vorfeld ebenfalls heftige Diskussionen um Sortiment und Schutz der Innenstadt. Sie verliefen im Sand. Klostermann: „Der Wegzug des Aldi ist ein Verlust für die Innenstadt.“

Um künftig auch von der rechtlichen Entwicklung nicht mehr überrollt zu werden, sieht Klostermann dringenden Handlungsbedarf. Die „Bielefelder Liste“, auf die sich seinerzeit die Stadt Bückeburg bei den Sortimentsbeschränkungen gestützt hat, ist in den Jahren als „zu pauschal“ bewertet worden, zumal das Land Nordrhein-Westfalen inzwischen einen eigenen Einzelhandelserlass erlassen hat. In Bückeburg müsse es nun darum gehen, eine eigene „Bückeburger Liste“ zu erarbeiten und zu verabschieden, festzulegen, wo die Versorgungsschwerpunkte der Stadt sein sollen – den Einzelhandel steuern. Alles mit dem einen Ziel: „Dass die Innenstadt weiter belebt bleibt.“

Das Erstellen des Gutachtens wird viel Geld kosten, wie Klostermann sagte. Falls die Politik dem Vorhaben zustimmt, sollen sich die Gutachter auf Vorarbeiten des Landkreises stützen, der in den vergangenen Jahren entsprechende Untersuchungen eingeleitet hat – das hilft sparen. Klostermann: „Darauf sollten wir aufsatteln.“




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