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Wie einst Luther - Bethel-Belegschaft fordert Reformen

Bückeburg. Vor 495 Jahren hat Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosstür in Wittenberg genagelt, um auf Missstände in der Kirche aufmerksam zu machen.

veröffentlicht am 31.10.2012 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:21 Uhr

Am  Reformationstag eiferten ihn die Mitarbeiter des Krankenhauses Bethel nach. Sie nagelten – symbolisch - sieben Thesen an die Tür des Krankenhauses, um auf die Missstände in der Diakonie aufmerksam zu machen. Der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung Peter Bigalke: „Was bei der Diakonie vorgeht, ist mehr als reformbedürftig.“
Vor etwa 50 Mitarbeitern, die zu diesem Zeitpunkt ihre Mittagspause vor dem Krankenhaus verbrachten, erinnerte er daran, dass die Beschäftigten in diakonischen Einrichtungen wie Bethel seit über zwei Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen haben. Außerdem werde von kirchlicher Seite nach wie vor bestritten, dass den Angestellten der Diakonie ein Streikrecht zusteht. Auf der Synode in Magdeburg im November 2011 sei dieser Weg seitens der Arbeitgeber, also der Kirche, noch einmal bekräftigt worden, obwohl eingesehen worden sei, dass Korrekturen nötig seien. Bigalke: „Bis heute ist nichts passiert.“ In den „7 Thesen nicht nur zum Reformationstag“ wurde dieses Verhalten und die weiter zunehmende Belastung der Bethel-Belegschaft aufgegriffen.




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