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20 Jahre Beratungsstelle des Kinderschutzbundes

„Wie gut, dass wir ihn haben“

HAMELN. „Als ich am 1. November 1997 offiziell meine Arbeit aufgenommen habe, war uns Geld für zwei Monate zugesagt worden“, erinnert sich Heidemarie Glaser, hauptamtliche Mitarbeiterin des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Hameln.

veröffentlicht am 23.11.2017 um 00:00 Uhr

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Die Psychologin ist eine der Teilnehmerinnen am Runden Tisch beim Empfang zum 20-jährigen Bestehen der Beratungsstelle „Sexueller Missbrauch und Gewalt“. Gudrun Hellert, Vorsitzende des Vereins bei der Gründung der Beratungsstelle, ergänzt lächelnd: „Unsere Anfänge lagen buchstäblich im Keller, zwei Räume standen uns am Ostertorwall zur Verfügung.“ Johannes Schmidt, Vorsitzender des Landesverbandes des DKSB, stellt heraus, dass „es eine besondere Leistung ist, ein solches Projekt über einen Zeitraum von 20 Jahren nicht nur am Leben zu erhalten, sondern sich den veränderten Anforderungen zu stellen und mitzuwachsen. Dies ist nicht möglich ohne engagierte ehrenamtliche Tätigkeit der Vorstandsmitglieder“.

Hamelns Stadträtin Martina Kurth-Harms stellt dar, dass der Aufgabenbereich der Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle sich zuletzt dadurch vergrößert habe, dass sie als „insofern erfahrene Kinderschutzfachkräfte“ in allen Kindertagesstätten des Landkreises Hameln-Pyrmont Fortbildungen zum Thema Kindeswohlgefährdung geben.

Helga Steinwede, Koordinatorin der Mittelstufe am Hamelner Viktoria-Luise-Gymnasium, betont ausdrücklich, dass „speziell zu diesem Thema, die sehr gute, schnelle kompetente Unterstützung für das Kollegium positiv ist, da ständig größere Anforderungen die Lehrer herausfordern“. Andreas Kopp betont die gute vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Hameln. Der Amtsleiter des Jugendamtes des Landkreises Hameln-Pyrmont ist froh darüber, dass „gemeinsam neue Projekte, wie zum Beispiel ‚mobiles begleitetes Malen‘, entwickelt wurden“. Auch Torsten Schulte, Hameln-Pyrmonts stellvertretender Landrat, verwies auf die verlässliche Zusammenarbeit mit den handelnden Personen des DKSB.

In den Gesprächen am Runden Tisch, moderiert von Birte Hansen-Höche, Redakteurin der Dewezet, wird deutlich, dass man beim DKSB sich stets den veränderten Anforderungen gestellt hat, und dass es in „Zukunft gelte, Kinder und Jugendliche im Vorfeld einzubeziehen“, so Johannes Schmidt.

In den Räumen von radio aktiv sprach Hausherr Hagen Wolf den Anwesenden aus dem Herzen, als er feststellte: „Eigentlich sollte es den DKSB nicht geben müssen, aber wie gut, dass wir ihn haben.“

Zu den Gratulanten in den Räumen am Bürgergarten zählen auf ihre eigene sehr besondere musikalische Art und Weise Sofie und David Thomas. Zwei großartige junge Künstler, die die Zuhörer in Erstaunen versetzen. Zum Gelingen des Empfangs tragen auch Schülerinnen der Elisabeth-Selbert-Schule bei, die die Gäste kulinarisch verwöhnen. Ein Überraschungsgeschenk überreicht Jürgen Lohmann, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Paul Lohmann GmbH in Emmerthal, er hat einen großzügigen Scheck mitgebracht, um die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Hameln, zu unterstützen. „Da fällt uns sicher etwas ein“, freut sich Elisabeth Beerbom-Schönig.

Die Vorsitzende des DKSB- Ortsverbandes Hameln stellt das neue Team der Beratungsstelle „Sexueller Missbrauch und Gewalt“ vor. Monique Grupe, Jasmin Rohde und Nele Berger wurden von Heidemarie Glaser eingearbeitet und nehmen nun die vielfältigen Aufgaben innerhalb der Beratungsstelle wahr. Heidemarie Glaser wird nach 20 Jahren ihre Arbeit als Mitarbeiterin der Beratungsstelle beenden, aber weiter beim DKSB tätig sein.




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