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Dolphin Trust plant weiter

Wie weiter mit Arensburg?

STEINBERGEN. Die Arensburg ist als Immobilie offensichtlich ein harter Brocken. Nun sieht es so aus, als würde sich auch der Dolpin Trust in Hannover daran die Zähne ausbeißen. Derweil laufen die Ermittlungen nach dem Feuer in der Schlossklause weiter.

veröffentlicht am 26.12.2017 um 16:05 Uhr

Hat die Arensburg eine Zukunft? Der Investor Dolphin Trust planen zumindest weiter. Währenddessen laufen die Ermittlungen gegen die Jugendlichen nach dem Feuer in der Schlossklause weiter. Foto: Archiv
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Hans Weimann Reporter
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STEINBERGEN. Die Arensburg ist offensichtlich ein harter Brocken. Deshalb war sie auch im letzten Jahrzehnt eher ein Wanderpokal und hat im Dreijahres-Rhythmus den Besitzer gewechselt. Es sieht fast so aus, als würde sich auch der Dolpin Trust in Hannover daran die Zähne ausbeißen.

Dolpin hatte die Burg im Dezember 2015 bei einer Auktion der Deutschen Grundstücksauktionen AG in Berlin ersteigert. Der Trust ist darauf spezialisiert, historische Gebäude zu kaufen, zu modernisieren und neue Nutzungskonzepte zu entwickeln.

Seit dieser Zeit sucht man nach einem realistischen Konzept für eine künftige Nutzung der Burg. Eigentumswohnungen mit Sauna und Sporthalle waren wohl die erste Idee, der damalige Firmensprecher Martin Georg hatte das angekündigt. Sein Nachfolger Andre Klein hatte die Idee einkassiert, das werde wohl nichts. Jetzt sind Seniorenwohnungen im Gespräch.

Dolphin-Pressesprecherin Monika Schröder sieht die Arensburg vor allem als einen großen Brocken. Und den zu bearbeiten brauche nun einmal Zeit. Nach wie vor sei das Ziel, hier altersgerechtes Wohnen zu realisieren. Doch zurzeit gebe es noch keine spruchreifen Pläne, mit denen man in die Öffentlichkeit gehen könnte. Immerhin versichert sie in einem Telefongespräch, zurzeit sei nach ihrer Kenntnis nicht geplant, die Burg weiter zu verkaufen.

Sie nannte auf Nachfrage auch die beiden größten Hürden, die genommen werden müssen, wenn man in der Arensburg eine neue Nutzung realisiert: der Denkmalschutz und der Brandschutz, beides auch Kostentreiber.

Der Rintelner Marcel Utke hatte im Juli dieses Jahres die Idee ins Gespräch gebracht, aus der Arensburg ein Spukschloss zu machen und das im Internet auch öffentlich dargestellt. Völlig unrealistisch war die Idee sicher nicht, „Spukwochenende“ gab und gibt es in Schlösser, Burgen, Ruinen unter anderem in Thüringen, Bayern und Österreich.

Schröder erklärte, Utke habe sich nicht in Hannover gemeldet, es habe keine Gespräche gegeben. Vermutlich sei dem Ideengeber wohl selbst klar geworden, dass sich auch ein solches Konzept nicht ohne erhebliche Investitionen – vor allem in die Sicherheit – umsetzen lässt.

Wie geht es indes nach dem Brand weiter? Die Ermittlungen gegen die drei Jugendlichen und den Heranwachsenden, zwei Mädchen, zwei junge Männer aus Bad Oeynhausen und Bünde, die im Juli dieses Jahres das Feuer in der Schlossklause verursacht haben, habe die Staatsanwaltschaft Bückeburg nach Bielefeld abgegeben, erklärte Nils-Holger Dreißig, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg auf Anfrage. Oberstaatsanwalt Udo Vennewald in Bielefeld erläuterte, die Ermittlungen dauerten noch an. Bei dem Feuer ist die Schlossklause komplett ausgebrannt. Man geht bisher von fahrlässiger Brandstiftung aus.

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