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Loch in der Leitung: Zweiter Wasserschaden seit 2016 an der Kita Grover Straße

Wieder nasse Füße

RODENBERG. Ein erneuter Wasserschaden hat die Kindertagesstätte Grover Straße ereilt. Die älteste Kita der Samtgemeinde Rodenberg befindet sich somit wieder für längere Zeit in einem Ausnahmezustand.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 17:57 Uhr

Die Kita-Grover Straße muss erneut getrocknet werden. Foto: gus

Autor:

Guido Scholl
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Rückblende: Ende der Sommerferien 2016 hatte die Kindergartenleitung an der Grover Straße einen Wasserschaden entdeckt. Über einen unbekannten Zeitraum hinweg war aus einer leck geschlagenen Leitung Wasser zunächst unbemerkt ins Mauerwerk gedrungen. Der stellvertretende Baufachbereichsleiter, Arno Fatzler, schätzte die ausgetretene Menge seinerzeit auf 6000 Liter.

Besonders für die Erzieherinnen in der Kita bedeutete der Vorfall zusätzlichen Stress – allein schon wegen der beengten Platzverhältnisse und des ständigen Lärms aufgrund von Bauarbeiten und Trocknung. Rund ein halbes Jahr dauerte das Beheben des Schadens. Dieses Szenario wiederholt sich nun offenbar. Aber: Im Rathaus geht man derzeit nicht davon aus, dass wieder sechs Monate bis zur vollständigen Trocknung vergehen.

Erneut ist nun eine Leitung geplatzt. Es handelt sich um einen ähnlichen Schaden wie im Jahr 2016, jedoch an anderer Stelle. Eigentlich, so Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla, ist ein 42 Jahre altes Gebäude nicht zwingend ein Kandidat für serienweise Rohrbrüche dieser Art. Dennoch muss wohl das Alter der ersten Rodenberger Kita als ein Grund herhalten.

Für die Verwaltung und das Kita-Team ist nun wieder Improvisieren angedacht – die verfügbaren Räume werden so gut wie möglich genutzt. Dennoch muss eine Vormittagsgruppe vorübergehend in die Räume des Hortes an der Langen Straße 64/66 umziehen. Dort werden die Schulkinder schließlich nur nachmittags betreut.

Finanziell hat die Angelegenheit für die Samtgemeinde Rodenberg zunächst wohl keine Auswirkungen. Denn wie schon beim ersten Wasserschaden handelt es sich wahrscheinlich um einen Versicherungsfall. Beim vergangenen Mal beliefen sich die Kosten auf 35 000 Euro, wie viel jetzt zu berappen sein wird, ist noch offen.

Denn die Verwaltung überlegt, diesmal gleich die gesamte Wasserleitung auszutauschen, um weitere Leckagen zu vermeiden. „Es stellt sich ja schon die Frage, ob man sich solchen Einschränkungen ständig aussetzen möchte“, so Hudalla. Dabei gehe es erst in zweiter Linie um die Kostenfrage und vielmehr darum, derartige Erschwernisse für den Kita-Alltag zu unterbinden.

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