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Nach dem Großbrand: „Bauerngut“ reißt Teile des Fleischwerkes ab / Im Oktober soll alles fertig sein

Wiederaufbau kostet über zehn Millionen Euro

Bückeburg (rc). Nach dem Großbrand bei „Bauerngut“ hat der zweite Sanierungsabschnitt begonnen. Bagger rückten an und rissen den Teil des Gebäudekomplexes ab, der bei dem Brand die meisten Schäden davongetragen hatte – fast die Hälfte des gesamten Firmenkomplexes. Der Beton und damit die Statik hatte durch die Hitzeentwicklung so enorm gelitten, dass eine Sanierung nicht mehr möglich war. Mindestens zehn Millionen Euro werden Abriss und Wiederaufbau des Gebäudes kosten. Insgesamt beträgt die Schadenssumme um die 100 Millionen Euro. Bei dem Brand Ende September des vergangenen Jahres war ein polnischer Leiharbeiter ums Leben gekommen.

veröffentlicht am 13.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:41 Uhr

Wie Bauerngut-Geschäftsführer Joachim Lücke im Gespräch mit unserer Zeitung sagte, soll der Wiederaufbau im Oktober dieses Jahres abgeschlossen sein. Das Gebäude wird auf den alten Fundamenten neu errichtet, also nicht vergrößert.

Der SB-Bereich, die Wurstherstellung und die Vorverpackung waren seinerzeit die drei Abteilungen, die in dem stark verrauchten Teil des Gebäudes untergebracht waren. Diese Teile der Produktion sind inzwischen auf die beiden anderen Fleischwerke der Bauerngut-Gruppe verteilt worden, ein Teil der in Bückeburg beschäftigten Arbeiter pendelt nach wie vor zwischen Wohnort Bückeburg und Arbeitsort Könnern oder Friesoythe. In Bückeburg wird seit einiger Zeit im Drei-Schicht-Betrieb fast rund um die Uhr produziert, um die Nachfrage der Edeka-Gruppe zu befriedigen. Ein Teil der in Bückeburg beschäftigten Leiharbeiter musste dennoch entlassen werden, so Lücke.

„Bauerngut“ nach dem Großbrand: Eine Armee von Baggern macht den am stärksten beschädigten Gebäudeteil dem Erdboden gleich. Bis Oktober soll alles wieder aufgebaut sein. Foto: rc




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