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Initiative: „Bisher alles konspirativ gehandhabt“ / „Zwischen die Dörfer gequetschte Anlage“

Windpark: Bürger fordern Transparenz

Niedernwöhren/Nordsehl (ssr). Die Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Nordsehl-Niedernwöhren“ fordert „mehr Transparenz“. Adressat dieses Appells ist die „Lambeker Windpark Entwicklungs-GbR“, die – wie berichtet – auf dem Areal der Gemeinden Niedernwöhren und Nordsehl dicht am Mittellandkanal einen Windpark errichten will.

veröffentlicht am 13.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 00:22 Uhr

In einer im Namen der BI von Bettina Vorndamme unterzeichneten Presseerklärung wird konstatiert, viele Bürger in der Samtgemeinde würden sich derzeit überrascht „die Augen reiben und verwundert fragen, was die Pläne für Auswirkungen haben werden“. Denn „aus fast allen Winkeln der Samtgemeinde“ werde man dann „auf gigantische Windräder schauen müssen“. Die Landschaft „in ihrer jetzigen Ursprünglichkeit werde dann nicht mehr existieren“, stellt die BI fest: „Dies scheint einigen Beteiligten aber egal zu sein.“

Was hier unter dem Motto Energiewende, Bürgerwindrad oder Öko ablaufe, „ist im Grunde reine Geschäftemacherei Einzelner“, bekundet die BI und fährt in der Pressenotiz fort: „Das an sich ist nichts Verwerfliches, nur geht es hier um die Verringerung der Lebensqualität aller Bürger der Gemeinde.“ Gerade mit Blick auf Lebensqualität würden Gemeinden, die sich in Zukunft an dieser Stelle etwas zurückhaltender verhalten und ihren Beitrag zur Energiewende eher in der Gebäudesanierung sehen, die Gewinner sein, mutmaßt die Bürgerinitiative.

In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Vielleicht haben die Herren der ,Lambeker Windpark Entwicklungs-GbR‘ sowie die anderen Profiteure deshalb bisher alles konspirativ gehandhabt, um die Bürger erst zu informieren, wenn alles festgemacht ist und Widerspruch keinen Sinn mehr hat.“

Der „größte Bock“ aus Sicht der BI sei in diesem Zusammenhang, „dass der Bürger sich mit seinem Geld auch noch an diesem gigantischen Projekt, was zwischen die Dörfer gequetscht werden soll, unter dem Motto ,Bürgerwindrad‘ beteiligen soll“. Dabei habe jeder Interessent schon längst die Möglichkeit, bei Öko-Fonds oder Ähnlichem sein Geld gewinnbringend zu investieren und so der Umwelt zu helfen. Wer denke, dass mit dem geplanten Bürgerwindrad hier eine einzige Kilowattstunde Strom billiger werde oder zählbare Arbeitsplätze entstünden, täusche sich. Dies sei auch gar nicht Ziel der „Entwicklungs-GbR“.

Abschließend betont die BI: „Wir sind nicht gegen die Nutzung der Windkraft, aber der Standort von Windkraftanlagen sollte wohl überlegt sein und nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden.“




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