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Schützenverein Rolfshagen: Randsportarten sollen neue Mitglieder bringen

„Wir müssen jetzt expandieren“

Rolfshagen (la). „Es ist uns gelungen das Wir-Gefühl im Verein zu stärken“, zog Kay-Uwe Wiechmann während der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz seiner gut einjährigen Amtszeit als Vorsitzender des Schützenvereins Rolfshagen. Alles würde im Vorstand besprochen, die Jugendarbeit sei optimiert worden und die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen sei gut. „Trotzdem müssen wir noch einiges verändern. Wenn wir auch in Zukunft noch als Verein eine Berechtigung haben wollen, müssen wir jetzt handeln“, mahnte Wiechmann. Noch sei der Verein in der Lage seine Zukunft selbst zu bestimmen. „Wir sind jetzt schuldenfrei, haben ein Vereinsheim und einen intakten Vorstand“, so Wiechmann. Um aber die laufenden Kosten decken zu können, bräuchte der Verein dringend neue Mitglieder, und die seien in Reihen der Schützen nicht in ausreichender Zahl zu finden. „Wir haben zwar den Mitgliederschwund gestoppt und zwölf neue Mitglieder gewonnen, aber mit 135 Mitgliedern ist der Verein zu klein, um finanzielle Defizite aufzufangen. Wir müssen expandieren“, forderte Wiechmann.

veröffentlicht am 11.02.2009 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:34 Uhr

Eine Satzungsänderung soll den Weg für andere Sportarten im bisher rein Schießsport treibenden Verein freimachen. „Nur so können wir die Mitgliederzahlen weiter steigern und unser Schützenhaus auslasten. Eine Satzungsänderung wäre der Grundstein für ein neues Fundament“, erläuterte Wiechmann, der den Schützenverein in einen Schieß- und Sportverein verändern möchte. Randsportarten wie Tanzsport, Skat oder Schach könnten im Schützenhaus problemlos betrieben werden, ohne dass die Schützen ihre Identität oder Tradition aufgeben müssten.

Die rund 40 anwesenden Mitglieder stimmten schließlich bei zwei Enthaltungen der Satzungsänderung zu. Allerdings wurde der Vorstand beauftragt, zuvor mit den örtlichen Vereinen Kontakt aufzunehmen, um eine Zusammenarbeit auszuloten. Bei den anderen Auetaler Schützenvereinen hatte Wiechmann bereits eine Absage erhalten.

Schießsportleiter Mario Cascino berichtete von kleineren und größeren Erfolgen durch gutes Training. Vier Teams hätten beim Kreisbestenschießen teilgenommen.

13 Schüler und Jugendliche sind im Schützenverein Rolfshagen derzeit aktiv. Jugendleiterin Silke Tadge hat für die Zehn- bis Siebzehnjährigen auch Spielnachmittage, ein Spaghettiessen und eine Weihnachtsfeier mit Preisknobeln angeboten. Alle Aktivitäten waren gut besucht.

Die traditionellen Veranstaltungen des Schützenvereins sollen in jedem Fall erhalten bleiben, auch wenn sich der Schützenverein verändert und vielleicht demnächst Schieß- und Sportverein heißt. Zum Teil werden die Feste, wie zum Beispiel das Dorfgemeinschaftsfest, das vom 12. bis 14. Juni stattfinden wird, mit den anderen örtlichen Vereinen gemeinsam organisiert. Auch die Napoleonschlacht wird wieder während des Dorfgemeinschaftsfestes ausgetragen.

Die Wahlen waren eine reine Formsache. Kay-Uwe Wiechmann wurde einstimmig wieder an die Spitze des Vereins gewählt. Der zweite Vorsitzende, Norbert Monden, wollte nach 33-jähriger Vorstandarbeit einem jüngeren Platz machen. Für ihn wurde Andrea Seiler aus Borstel gewählt, Schießsportleiter bleibt Mario Cascino.

Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Gudrun Göring und Karl Harting geehrt. Sieghard Keller erhielt eine Ehrung für 40-jährige Mitgliedschaft und Hubert Ackmann wurde für 50-jährige Vereinstreue ausgezeichnet.

Karl Harting (v.l.) und Gudrun Göring gehören dem Schützenverein Rolfshagen seit 25 Jahren an und Hubert Ackmann ist sogar schon seit 50 Jahren Mitglied.

Foto: la




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