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Für Bernd Schönemann ist die Lösung des Kindergartenproblems die wichtigste Aufgabe für 2007

"Wir sind schon einen Riesenschritt weiter!"

Eilsen (thm). Wie umgehen mit dem Kindergartenproblem? Diese Frage beschäftigt die Verantwortlichen seit dem Sommer. Auch 2007 wird sie das beherrschende Thema in der Samtgemeinde bleiben: "Das Wichtigste überhaupt ist nach wie vor die Frage nach den Kindergartenplätzen", lässt Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann im Gespräch mit unserer Zeitung über Vorhaben fürs kommende Jahr keinen Zweifel aufkommen, wo aus seiner Sicht die Prioritäten liegen.

veröffentlicht am 12.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Hintergrund: Ende Juli 2006 war bekannt geworden, dass bis zum Frühjahr 2007, wenn die Verantwortlichen nicht reagieren, 26 Kindergartenplätze fehlen werden. Sie haben reagiert, und das sogar schnell. Bereits Mitte August war die Marschrichtung klar: Eilsen baut einen neuen Kindergarten, bis dahin wird eine "Übergangsgruppe" für annähernd zwei Jahre im Gemeindehaus untergebracht. "Mit der Landeskirche und der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort sind wir uns einig", schildert Schönemann den aktuellen Stand der Dinge. Träger des Übergangskindergartens - und später des neuen Kindergartens - wird wie bei der bisherigen Einrichtung die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Eilsen sein. Der separateÜbergangskindergarten im Untergeschoss des Gemeindehauses wird 22 Plätze bieten; die Genehmigung der zuständigen Behörde liegt vor. Auch die Möbel sind bestellt, die Aufträge für den kindgerechten Umbau der sanitären Arbeiten vergeben. Und: Die Kirche hat zwei Mitarbeiterinnen eingestellt -eine Leiterin und eine Erzieherin. Schönemann zieht folgende Zwischenbilanz: "Wir sind einen Riesenschritt weiter!" Dem Beginn zum geplanten Datum steht nichts mehr im Wege: "Zum 2. Januar 2007 können die ersten Kinder aufgenommen werden", sagt Schönemann, der diese Übergangslösung - alle Optionen wahrend - "zunächst mal bis August 2008" befristet sieht. Inzwischen hat das Planungsbüro Hermann Göbel (Stadthagen) die ersten Entwürfe für den neuen Kindergarten vorgelegt, der laut Ratsbeschluss vom Oktober am Jugendzentrum entstehen soll. "Ich möchte, dass alle, die es angeht, von Anfang an mit der Planung befasst sind", sagt Schönemann. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, der die Pläne in Kürze vorgestellt werden. Dieser gehören außer Schönemann an: Heinz Grabbe (Vorsitzender des Bauausschusses), Jürgen Schmökel (SPD-Fraktionsvorsitzender), Dagmar Söhlke (Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe), Kindergartenleiterin Christel Feindt und ein Vertreter der Kirchengemeinde - vermutlich Pastor Lutz Gräber als Vorsitzender des Kindergartenausschusses. Schönemann geht es darum, die Planung "an der Bedarfsentwicklung" auszurichten. "Wenn es denn kommt, dann wird's wohl um einen Anbau gehen", wagt er einen Blick in die anstehenden Beratungen. Die Frage nach den Kosten kann erst beantwortet werden, wenn klar ist, ob es sich dabei um einen Um-, An- oder Neubau am Jugendzentrum handelt. Sobald die Marschrichtung klar ist, steigen die Fachausschüsse in die Haushaltsberatungen ein. "Wenn alles klappt, wird der Rat den Etat noch im Februar verabschieden", gibt der Bürgermeister ein straffes Zeitkonzept vor. "Gewerbeansiedlung" an der Kreisstraße 8 ist ein weiteres Stichwort für 2007. Schon bald werden Schönemann und Luhdens Gemeindebürgermeister Peter Zabold den dort tätigen Firmen ihre Aufwartung machen. Ins Gespräch kommen, im Gespräch bleiben, Planungsvorhaben erfahren - unter dieser Prämisse werden die Gespräche stehen. Vom Ergänzen und Verbessern des Internetauftritts, der Informationen über die Samtgemeinde per Mausklick weltweit verfügbar macht, erhofft sich Bernd Schönemann mit Blick auf künftige Gewerbeansiedlungen nützliche Effekte: "Da müssen dringend Angaben über die Größe und Lage freier Gewerbeflächen rein", sagt Schönemann. Auch Informationen zum Ortsrecht, wie beispielsweise Satzungen, seien für potenzielle Investoren wichtig. Wie dringend der Überarbeitungsbedarf inzwischen ist zeigt die Zahl der Besucher: Zu Jahresbeginn stand der Gäste-Zähler auf 558, gut elf Monate später stand er auf 960 - was nicht eben für die Attraktivität der bisherigen Homepage spricht. Stichwort "Feuerwehren": Für 2007 sind keine Investitionen In den Fuhrpark geplant. Bestanderhalt ist bei den Gerätehäusern alle Jahre wieder ein Thema. Zurzeit wird mit den Verantwortlichen bei den Feuerwehren abgestimmt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge abgearbeitet werden. Das Feuerwehr-Budget - üblicherweiserangiert es zwischen 33000 und 35000 Euro, könnte leicht ansteigen (Schönemann: "Vielleicht ein halbes Prozent."). Grund sind die gestiegenen Energiekosten. Stichwort "Schule": Auch das alte Gebäude der Grundschule Heeßen ist ein Posten, der in der Vergangenheit regelmäßig unter dem Punkt "Investitionen" auftauchte. Im Jahr 2007 stehen "wohl keine größeren Sachen" an, so Schönemann. Zurzeit werde die Raumakustik in Küche und Werkraum verbessert. Stichwort "Straßenbau": Obwohl es nicht im Zuständigkeitsbereich der Samtgemeinde liegt, hofft diese laut Schönemann gemeinsam mit der Gemeinde Ahnsen, "dass die Landestraße 451 von der Kreuzung Bückeburger Straße bis zum nördlichen Ortsausgang im kommenden Jahr endlich gemacht wird". Zuständig für den Ausbau sei allerdings, darauf weist Schönemann ausdrücklich hin, das Land Niedersachsen.




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