weather-image
Bisher noch wenige Wohnungseinbrüche - Polizei geht dennoch vermehrt auf Streife / Sicherheitstipps

"Wir wollen, dass sich die Bürger sicher fühlen"

Bückeburg (rc). Die längste Nacht des Jahres ist gerade vorbei, nicht nur für Nikolaus und Weihnachtsmann war es Zeit, sich auf den Weg zu machen, sondern auch für die Einbrecher. Denn sie nutzen bekanntlich bevorzugt den frühen Beginn der Dämmerung, um Objekte auszuspähen und dort einzubrechen. Alljährlich ist dies aber auch Anlass für die Bückeburger Polizei, entsprechende Hinweise zur Sicherung des Eigentums zu geben und vermehrt Streife zu fahren.

veröffentlicht am 28.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Winterzeit - Einbruchszeit: "Licht im Haus brennen lassen", gibt

Wie Bückeburgs Polizeichef Werner Steding und sein "Einbruchsspezialist" Burkhard Rolfsmeier in einem Pressegespräch mitteilten, seien in den vergangenen Wochen zwar erst wenige Wohnungseinbrüche registriert worden, wie sie für die dunklen Jahreszeit typisch sind, aber: "Wir sind dennoch wachsam undwollen, dass sich die Bürger sicher fühlen und sie für die potenziellen Gefahren sensibilisieren." Aus diesem Grund gehen die Beamten des Polizeireviers derzeit vermehrt auf Streife - und zwar mit Beginn der Dämmerung "in der kritischen Zeit zwischen 16 und 21 Uhr". Sie fahren durch die Wohngebiete und schauen selber nach, wo unbeleuchtete Häuser potenzielle Diebe zum Einbrechen einladen: entweder, weil nirgendwo Licht brennt, oder weil offensichtlich ist, dass niemand zu Hause ist. Dort wird an den Haustüren geklingelt: Wenn dennoch geöffnet wird, erhalten die Bewohner entsprechende Sicherheitstipps. Öffnet keiner, dann wird ein entsprechender Hinweiszettel mitSicherheitstipps in den Briefkasten geworfen. Nach wie vor Einladung Nr. 1 für Diebe ist nach den Erfahrungen der Polizei, dass Häuser nicht beleuchtet sind; weder draußen noch drinnen. Dabei ist Licht der Diebesabweiser Nr. 1: "Es entsteht der Eindruck, dass jemand zu Hause ist, Diebe versuchen erst gar keinen Einbruch." Licht brennen zu lassen, sei selbst in Zeiten kräftig gestiegener Energiekosten kein Geldfaktor, entkräften die Beamten ein oft gehörtes Argument. Moderne Energiesparlampen würden kaum noch Strom verbrauchen, außerdem könnten Beleuchtungen über Zeitschaltuhren gesteuert werden. Ein Einbruch sei dagegen auch mit Kosten und viel Scherereien verbunden, nicht nur mit Versicherungen, sondern auch mit den eigenen Befindlichkeiten, wenn Fremde ungebeten in den eigenen vier Wänden waren. Häufig genutzte Masche der Diebe ist, mit Kontrollanrufen herauszubekommen, ob jemand zu Hause ist. Hier verweist die Polizei darauf, dass es inzwischen mit den modernen Ermittlungsmethoden möglich ist, selbst unterdrückte Nummern herauszubekommen, wenn etwas passiert ist. Die Tipps der Polizei: Bei Abwesenheit sollten mindestens zwei Lichtquellen im Haus brennen. Keine Fenster auf Kipp stehen lassen. Keine Klettermöglichkeiten bieten, damit Einbrecher nicht in offen stehende Fenster im Obergeschoss eindringen können. Gebäude nicht hinter Sichtschutz und Hecken verstecken: Sie bieten auch Dieben Verstecke. Heruntergelassene Jalousien ohne Beleuchtung dahinter signalisieren, dass niemand zuhause ist. Weitere Tipps, Broschüren sowie Termine für umfangreichere Beratungen sind bei der Polizei Bückeburg erhältlich, Telefon (0 57 22) 95 93-0; oder im Internet unter "www.polizei-beratung.de" . Auf der Website "www.nicht-bei-mir.de" können Hausbesitzer mit Hilfe eines interaktiven Hauses Einbruchsrisiken per Mausklick aufdecken und mit einem zweiten Klick Informationen darüber erhalten, wie sie sich schützen können.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare