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„Eigen- und Fremdmotivation“ sind Thema beim Existenzgründer-Stammtisch / Martin Seger Gastredner

Wirtschaftsjunioren: Gemeinsame Erlebnisse als Ansporn

Hohnhorst (bes). Anhand zahlreicher Beispiele aus dem eigenen beruflichen Werdegang hat Martin Seger Möglichkeiten der „Eigen- und Fremdmotivation“ aufgezeigt. Der Ingenieur war Gastredner beim Stammtisch des Arbeitskreises Existenzgründung der Wirtschaftsjunioren Schaumburg im Hofcafé Bruns. Während des Vortrags sprach er auch Themen wie die Grenzen von materiellen Anreizen und den Mitarbeiter-Umgang in Großorganisationen an.

veröffentlicht am 24.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:22 Uhr

„Eigenmotivation ist der entscheidende Punkt bei dem Schritt in die Selbstständigkeit“, begann Seger seine Ausführungen. Auch in späteren Phasen, in denen sich die Frage stellt, ob man weitermacht, sei der eigene Ansporn der zentrale Aspekt. Ein wichtiger Baustein sei in diesem Zusammenhang der berufliche Erfolg. „Erfolg bringt die Eigenmotivation voran.“

Bezüglich finanzieller Anreize als Fremdmotivation sprach sich der Ingenieur dafür aus, diese durch gemeinsame Erlebnisse zu ersetzen. „Letztlich geht es darum, eine Identität auszubilden.“ So habe er erlebt, wie sich seine Kollegen und er bei gemeinsamen Kurzurlauben in Wintersportgebieten in anderen Bereichen Motivation geholt hätten. Zugleich seien diese Erlebnisse über einen langen Zeitraum präsent gewesen und hätten sich motivationssteigernd ausgewirkt. Bei finanziellen Anreizen besteht nach Meinung Segers hingegen „die Gefahr, dass sie sich schnell abnutzen“.

Der ehemalige Hubschrauberpilot Seger sprach während seines Vortrags auch die Aspekte negativer Motivation an. „Wenn man nicht mehr von Kollegen oder Mitarbeitern spricht, sondern von ,Ressourcen‘, wird dies von den Mitarbeitern entsprechend beantwortet“, stellte er in Bezug auf die Fremdmotivation klar. Mittlerweile werde diese von zahlreichen Großorganisationen allerdings so gehandhabt. Die Folge sei eine geringere Motivation bei den Mitarbeitern.

Demotivierend könne sich darüber hinaus eine schlechte technische Ausstattung auf das Betriebsklima auswirken. Investitionen in diesen Bereich stehen bisweilen jedoch im Gegensatz zu den Plänen des Controllings. „Zu sehr auf den Kostenfaktor zu achten, ist aber nicht zielführend.“




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