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Aufgalopp in der Hofreitschule: Saisonstart führt vor Augen, dass Rösser und Reiter über den Winter nichts verlernt haben

Wo ein Kriminalfall von einem Pferd gelöst wird…

Bückeburg (bus). Die Fürstliche Hofreitschule ist am Wochenende in das siebte Jahr ihres öffentlichen Auftretens gestartet. Zum Aufgalopp führten Christin und Wolfgang Krischke und deren Team dem begeisterten Publikum in der Reithalle vor Augen, dass weder sie noch die edlen Rösser über den Winter etwas von ihrem Können verlernt haben. Im Gegenteil: Die Reiter und die von ihnen betreuten „Professoren zu vier Hufen“ ließen bereits bei ihren ersten Auftritten erkennen, dass sie auch in diesem Jahr ihre Aushängeschild-Rolle auszufüllen wissen.

veröffentlicht am 31.03.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

Das Vermögen der zwei- und vierbeinigen Ausnahmekönner wird 2010 bei zahlreichen Veranstaltungen gefragt sein. Die ersten Höhepunkte stehen bereits zu Ostern auf dem Programm. Ostersonntag kommt eine „Gala der Reitkunst“ zur Aufführung, Ostermontag lautet das Motto „Höfische Reitkunst“. Am 8. und 9. Mai nimmt die Hofreitschule das 400-jährige Bestehen des Marstalls zum Anlass, sich bei einem „Tag der offenen Tür“ und historischem Marktgeschehen Besuchern aus nah und fern zu präsentieren. Am Sonntag, 15. Mai, gastieren die Bückeburger bei der Feuerwerkskunst in den Herrenhäuser Gärten zu Hannover.

Auf den Spuren historischer Ereignisse werden Rösser und Reiter erneut im Sommer unterwegs sein, wenn sie im weiten Umland die Werbetrommel für das Kreisjubiläum „900 Jahre Schaumburg“ rühren wollen. „Dann begeben wir uns in die Rolle reitender Botschafter, die Kundschaft von den umfangreichen Jubiläumsaktivitäten geben“, berichtet Christin Krischke. Zum Abschluss dieser Veranstaltungsserie, der am Sonntag, 29. August, in der Ex-Residenz gefeiert wird, ist die Schule maßgeblich an der Ausgestaltung eines Renaissance-Turniers beteiligt.

Im Rahmen der Gala-Vorstellungen können die Besucher in diesem Jahr etliche Neuerungen bestaunen. So wurde die klassische Hintergrundmusik auf Komponisten mit Bezug zu Bückeburg abgestimmt. Zu Gehör kommen beispielshalber Stücke der Konzertmeister William Brade und Thomas Simpson, die unter Fürst Ernst im Schaumburgischen komponierten, sowie – selbstredend – des Bachsohnes Johann Christoph Friedrich, also vom „Bückeburger Bach“. Ebenfalls neu sind dem Motto „Lieblingsbilder“ folgende Inszenierungen mit fantasievollen Kostümierungen. „Für diese Abteilung bereiten wir unter anderem eine von Elfen gerittene Quadrille vor“, kündigt die Hofreitmeisterin an.

Und es wird während einiger Aufführungen voraussichtlich viel gelacht werden. Zu diesem Aspekt möchte Krischke allerdings noch nicht allzu viele Einzelheiten verraten. Sie deutet aber im Zusammenhang mit einer Freiheitsdressur ein Gastspiel von Sherlock Holmes und Miss Marple an.

Die Kriminalisten sollen an der Aufklärung eines kniffligen Falles beteiligt sein. Und weil in der Fürstlichen Hofreitschule keinerlei Zweifel am Verstand der „Professoren zu vier Hufen“ bestehen, übernimmt die Rolle von Sherlock Holmes selbstverständlich ein Pferd.

Christin Krischke kündigt für das laufende Jahr zahlreiche Höhepunkte an. Dabei ist immer wieder Fantasie im Spiel – zum Beispiel wenn aus einem Pferd ein Einhorn wird.

Fotos: bus/ Stappenbeck




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