weather-image
Schaumburger Märchensänger bieten festlich-freudige Musikauslese

Wohltuende Massage für vorweihnachtlich gestresste Seelen

Bückeburg. Es war eine wohltuende Massage für die vorweihnachtlich gestressten Seelen, die Chor-Chef Volker Arendts, dessen exquisite "Schaumburger Märchensänger" und ein ebenso trefflich musizierendes Instrumentaltrio den Zuhörern in der restlos gefüllten Stadtkirche bescherten.

veröffentlicht am 22.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

0000434315-gross.jpg

Autor:

Dietlind Beinßen

Die Schwierigkeiten, die das ganz aufs Christfest abgestufte Programm in sich barg, meisterte die technisch wie gestalterisch hochsouveräne Gemeinschaft mit einem entspannten Lächeln auf den Lippen. So entfaltete jeder Satz des traditionellen und internationalen Weihnachtslieder-Reigens eine ihm gemäße Atmosphäre, die sich durch Flöten-, Akkordeon- und Orgelbegleitungen noch verdichtete. Schlichtweg imponierend: Die Leichtigkeit, mit der sich das vorwiegend aus Mädchen und nur vier jungen Männern bestehende Ensemble zwischen den Idiomen und Epochen bewegte. Verkniffenste Puristen kamen bei dieser delikat dargebotenen Melange ebenso auf ihre Kosten wie Fans stilistischer Mannigfaltigkeit und Freunde jugendlich-elastischer Stimmen, die sich auch solistisch zuhauf fanden. Kodálys "Adventi ének", Mendelssohns "Hark! The Herald Angels Sing", Silchers "Verkündung" und Adams "Contique de Noel" boten der Sängerschar sowie kleinen, feinen Vokal-Gruppen eingangs Gelegenheit, sich vielseitig zu zeigen. Schwerelos im Tonfall rückte die Crew zudem die gespürvoll zusammengestellten internationalen Stücke mit Herzblut ins helle Licht. Plastisch, aber maßvoll erweckte sie unter anderem die beschwingte "Canzone d´i Zampognari" aus Italien, das sanfte "A Celtic Christmas" aus England und das zart-bewegte "Lulajze Jezuniu" aus Polen zu neuem Leben. Schlackenlos deklamierte bekannte Titel wie "Auf dem Berge, da wehet der Wind", "O Jesulein zart" und "Es hat sich halt eröffnet" wurden abschließend zum Plädoyer gegen jegliche Verkitschungsmaschen. Gern leihten die Anwesenden zwischendurch Siebelt Meiers markantes Bach- Orgelspiel und wirkungsvollen Mozart-, Rimsky-Korsakov-, Piazolla- und Aliabiev- Beiträgen des bestens präparierten Querflöten-Akkordeon-Duos Anastasia Pawlik und Mateja Zenzerovic ihr Ohr. Kein Wunder, dass diese wohlabgerundete, festlich-freudige Musikauslese mit Ovationen im Stehen endete.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare