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Gerhard Dienst sieht Ursache in fehlenden Schildern / Gemeinde Hagenburg: Tourismus GmbH steht in der Pflicht

Wohnmobilstellplatz wird bislang nicht angenommen

Hagenburg (jpw). Fehlende Hinweisschilder sollen nach Auffassung des Fremdenverkehrsvereins die Ursache dafür sein, dass der Wohnmobilstellplatz am Findlingsgarten bislang nicht angenommen wird. Die Gemeinde Hagenburg sieht die Steuerung für den Bedarf bei der Tourismus GmbH angesiedelt.

veröffentlicht am 02.04.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:42 Uhr

Einen Wohnmobilstellplatz für zehn Wohnmobile am Findlingsgarten – das hatte der Rat der Gemeinde Hagenburg bereits vor zwei Jahren bewilligt. Die Bauhof-Kooperation zwischen der Samtgemeinde Sachsenhagen und der Stadt Wunstorf schotterte darauf hin den – vom Luerßen-Damm aus gesehenen – rückwärtigen Teil des Parkplatzes am Findlingsgarten neu, für die Wohnmobilisten wurden einige Versorgungssäulen gesetzt.

Die Gemeinde übergab den im April 2008 fertiggestellten Platz in die Obhut der Steinhuder Tourismus GmbH, und deren Geschäftsführer Willi Rehbock kündigte an, dort „richtig Gas geben“ zu wollen.

Dass seither eher weniger passiert ist, und die Wohnmobilisten den für sie vorgesehenen Platz offenbar nicht annehmen, führt Gerhard Dienst, der Vorsitzende des Hagenburger Fremdenverkehrsvereins und Mitglied des Aufsichtsrats der Steinhuder Meer Tourismus GmbH, auf die fehlende Beschilderung zurück, für die in seinen Augen die Gemeinde Hagenburg verantwortlich zeichnet.

„Mehrfach“, so sagt Dienst, habe der Bürgermeister oder sein Stellvertreter das Schild während der Mitgliederversammlungen bereits versprochen. Dass das Schild immer noch fehlt, nährt beim Fremdenverkehrsverein Zweifel daran, ob der Platz von der Gemeinde „wirklich gewollt“ sei. Dienst sieht bei intensiverer Belegung des Wohnmobilparkplatzes auch einen Nutzungskonflikt mit der nahen Skateranlage.

„Weil das Schild fehlt, fahren die Wohnmobile nun auf dem Luerßen-Damm entlang und Parken auf dem Parkplatz der Region in Meeresnähe“, hat Dienst beobachtet. „Das ist aber genau das, was die Gemeinde nicht will.“

„Das Schild ist in Arbeit“, unterstreicht Gemeindedirektor Arthur Adam auf Anfrage. Für Rat und Verwaltung der Gemeinde Hagenburg sei bei der Entscheidung für den Platz klar gewesen, dass er nur als „Überlauf“ dienen, und von der Tourismus GmbH vom Steinhuder Platz aus belegt werden solle, falls dieser überfüllt sei.

Mit gezielter Werbung für die zehn Stellplätze will die Gemeinde Hagenburg offenbar weiterhin eher defensiv umgehen: „Wenn bald 20 Wohnmobile dort stehen, ist das auch niemandem recht“, meint Adam.




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