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Klangpädagogische Stunden mit den Krippenkindern

Wunderwelt der Klänge: Kommt, spitzt eure Ohren!

Bückeburg (rd). Zu Anfang lauschten die Kinder der "Mäusegruppe" neugierig, als am anderen Ende des Flures unbekannte Klänge ertönten. Dann wollten sie auch nachschauen, was wohl dahinter steckte: was sie hörten, waren die Töne der klangpädagogischen Stunden der Drei- bis sechsjährigen Kindergartenkinder aus dem "Haus des Kindes". Die geheimnisvollen Klänge entstammten dem großen Gong und den kleinen tibetischen Klangsch alen.

veröffentlicht am 18.07.2008 um 00:00 Uhr

Aus diesem spontanen Interesse der Krippenkinder entstand Anfang dieses Jahres ein fortlaufendes Konzept: zweimal wöchentlich treffen sich die größeren Kinder im Alter von drei bis vier Jahren zusammen mit ihrer Erzieherin, der Diplompädagogin Gaby Gischler-Schier, mit der Heil- und Klangpädagogin Martina Jaekel zum Klangerleben. In dieser Viertelstunde hören und spüren die Kleinen die Schwingungen und Klänge der verschiedenen Instrumente und lauschen gespannt den Worten der Tierhandpuppen. Die Kinder erleben kleine Geschichten und Abenteuer. Vorige Woche zum Beispiel stieg das Stinktier Artur zusammen mit jedem Kind in die große Klangschale, in der man so herrlich jede Vibration durch die Füßebis in den ganzen Körper spüren konnte. Ganzheitliche Körperwahrnehmung und lauschende Aufmerksamkeit führen hierbei große und kleine Menschen zu einem Moment des Innehaltens und der Ruhe, die heutzutage allen gut tut. Die ein- bis dreijährigen Kinder der "Mäusegruppe" erfahren im "Haus des Kindes" aber noch viel mehr: neben Ruhepunkten und besinnlicher Wahrnehmung herrschen ausgelassenes Spiel und Bewegung über Stock und Stein. Dieser Wechsel von Spannung und Entspannung strukturiert den Tageslauf der kleinen Kinder und schenkt ihnen Halt und Sicherheit. Bereits 1978 durch den "Paritätischen" ins Leben gerufen - also zu Zeiten, in denen es noch keine Forderung nach dem Ausbau von Krippenplätzen gab - feiert diese Einrichtung für Bückeburger Familien im diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Beispielhaft sind hier Personalschlüssel und Ausstattung: Zwei langjährig tätigeund gut fortgebildete Erzieherinnen sorgen zusammen mit einer Vorpraktikantin für das Wohl der zwölf Kleinen. Auf gut 100 Quadratmetern Fläche, aufgeteilt in mehrere kleine Gruppenräume, Schlafraum, Küche, Bad und Flur ist das Eingehen auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der teilweise auch noch krabbelnden Kinder sehr gut möglich. Im großen Spielbereich des Außengeländes finden die Kleinen zahlreiche Möglichkeiten, auch dort neue Erfahrungen zu sammeln, also zu lernen. Neben dem Angebot, sich nach Absprache jederzeit die "Mäusegruppe" anzuschauen, wird in diesem Jahr zum Jubiläum wieder ein "Tag der offenen Tür" stattfinden, der sowohl Rückschau hält über die vergangenen 30 Jahre als auch einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft wirft.




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