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"Tag der Heeresflieger" zeigt Bandbreite der Einsatzfähigkeit

Zehntausende von den Heeresfliegern verzaubert

Bückeburg. In vollem Umfang ist das Konzept der Heeresfliegerwaffenschule für ihren "Tag der Heeresflieger" aufgegangen. Zehntausende von Besuchern bevölkerten beim ersten offiziellen Tag der offenen Tür seit 35 Jahren den Heeresflugplatz Achum, besichtigten Fluggerät und Ausrüstung der Bundeswehr-Hubschrauberpiloten, informierten sich über Aufgabenspektrum sowie Einsatzgebiete und bestaunten aufsehenerregende Flugdarbietungen. Nicht zuletzt die optimalen Wetterbedingungen ermöglichten den durchschlagenden Erfolg der Veranstaltung und ihre Entfaltung zum waschechten Massen-Event.

veröffentlicht am 11.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:21 Uhr

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Der Pressesprecher der Heeresflieger, Michael Baumgärtner, zeigte sich angesichts der Resonanz begeistert. Konkrete Besucherzahlen konnte er im Verlauf des gestrigen Tages zwar noch nicht nennen, aber: "Wir gehen fest davon aus, dass wir locker an die 40 000 kratzen werden." Problemlos habe die aufwändige Logistik zur Bewältigung der Besuchermassen funktioniert. Die Nutzung der Großparkflächen und des Bus-Shuttle-Verkehrs sei absolut reibungsfrei verlaufen, zudem hätten die mit Autos angereisten Besucher sehr diszipliniert geparkt. Ein dickes Kompliment schickte Michael Baumgärtner an die Bundeswehr-Pioniere aus Minden, die eine Woche zuvor die auf Feldern ausgewiesenen Großparkplätze befestigt hatten: "Ohne dieses Engagement hätten wir hier vermutlich große Probleme bekommen." Über 40 internationale Militärhubschrauber konnten beim so genannten "Static Display", der Ausstellung von Fluggerät am Boden, in Augenschein genommen werden. Darunter nicht nur die drei neuen Heeresfliegermodelle EC-135, NH-90 und Tiger, sondern unter anderem auch zwei russische Mil Mi-24, ursprünglich bei der NVA in der DDR, inzwischen aber in Ungarn beheimatet. Dicht umlagert waren auch die amerikanischen Kampfhubschrauber "Apache" AH-640 oder "Black Hawk", allen Fans von Hollywood-Filmen bestens bekannt und in diesem Fall mit zahlreichen Kampf- und Versorgungseinsätzen in der ganzen Welt auf dem blechernen Buckel. Spektakulär ging es bei den Flugvorführungen zu: Angefangen von Vorstellungen der einzelnen Hubschraubertypen über Formationsflüge und rasante Luftmanöver, insbesondere mit dem Kampfhubschrauber Tiger und seinem Vorgängermodell BO 105, bis zu einem simulierten Luftlandeeinsatz ließen die Darbietungenvon Piloten und Maschinen den Adrenalinspiegel emporschnellen. Den Atem hielten die vielen tausend Zuschauer beim so genannten Sarajevo-Anflug einer Transall an, bei dem das knapp 50 Tonnen schwere Transportflugzeug im Zehn-Grad-Neigungswinkel auf die Landebahn förmlich zustürzt, um dort mit voll ausgefahrenen Landeklappen und umgekehrtem Propellerschub auf einem geradezu aberwitzig kurzem Stück Weg zum Stillstand zu kommen. Bei der Luftlandeübung demonstrierten die Soldaten das Einnehmen eines Geländes aus der Luft, angefangen vom Sichern des Luftraums mit Scharfschützen über das Absetzen von Spezial-Einsatzkräften bis hin zum Einfliegen von Infanterie samt ihrer Fahrzeuge wie Minipanzer "Wiesel" oder Transporter "Mungo". Mehrmals sorgten Fallschirmspringer von der Luftlandebrigade 31 in Oldenburg und der Luftlandetransportschule in Altenstedt mit Sprüngen aus über drei Kilometer Höhe für Herzklopfen. Unterstützt wurden die Heeresflieger bei ihren Flugdarbietungen außerdem vom Lufttransportgeschwader 62 aus Wunstorf.




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