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Museumsverein will Präsentation modernen Kriterien anpassen

Zeitgemäße Neukonzeption

veröffentlicht am 06.09.2016 um 15:16 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:29 Uhr

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BÜCKEBURG. Der Vorstand des Museumsvereins beabsichtigt, eine zeitgemäße Neukonzeption der Ausstellungspräsentation vorzunehmen. Wie Museumsleiterin Dr. Anke Twachtmann-Schlichter, Edeltraut Müller und Horst Tebbe erläuterten, entspricht die Dauerausstellung heutigen Kriterien gemäß nicht mehr den Ansprüchen eines modernen interaktiven Museums.

Das Vorhaben sei, führte das von Landschaftsgeschäftsführerin Dr. Lu Seegers flankierte Trio aus, bereits der NBank (Förderbank des Landes Niedersachsen) vorgetragen worden. Ein Antrag besitze Chancen auf Annahme. Zudem habe die Geschäftsführerin der Niedersächsischen Sparkassen-Stiftung, Dr. Sabine Schormann, Unterstützung signalisiert. Ständig wachsende Besucherzahlen sprächen für die Attraktivität des Museums, das einen erheblichen Beitrag zum Tourismus leiste.

Eine von Twachtmann-Schlichter und Manfred Würffel erarbeitete Vorlage hält fest, dass das Museums Bückeburg für Stadtgeschichte und Schaumburg-Lippische Landesgeschichte dem Publikum interessante und unterhaltsame Ausstellungen bieten will. „Ideen und Engagement sind vorhanden, für die Realisierung fehlt jedoch Geld“, schreiben die Autoren.

Der Sammlungsschwerpunkt „Schaumburger Tracht“ findet nach wie vor großes Interesse. Fotos: bus

Das Museum zählt zu den ältesten im Weserraum. 1890 als Schausammlung des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins gegründet, besteht es seit 1905 an seinem heutigen Standort. In mehr als 100 Jahren wurde eine große heimatkundliche Sammlung zusammengetragen.

Die Vorlage erinnert an ein 2008 veranstaltetes Symposium, das sich mit den Schwächen und Stärken der Einrichtung befasste. Als Schwächen wurden fehlendes Fachpersonal, altmodische und unattraktive Präsentationen, ungünstiger Raumzuschnitt, geringe Ausstellungsfläche sowie eine unzureichend erfasste Sammlung mit hohem Restaurierungsbedarf erkannt.

Auf der Habenseite verbuchten die Experten die umfangreiche Sammlung mit bedeutenden Exponaten, die zentrale Lage in der Altstadt, die Alleinstellungsmerkmale Stadtgeschichte und Schaumburg-Lippische Landesgeschichte sowie die Geschichte des Fürstenhauses. Positive Erwähnung fand zudem der Sammlungsschwerpunkt „Schaumburger Tracht“, die über die Region hinaus bekannt ist und nach wie vor großes Interesse findet.

Nachdem das Museum 2014 aus dem Schaumburg-Lippischen Heimatverein herausgelöst wurde und seitdem von einem eigens gegründeten Museumsverein getragen wird, dokumentiert sich die thematische Erweiterung zum Stadtmuseum auch im veränderten Namen. Die Defizite in den Bereichen Sammlung sowie Erforschung und Vermittlung der Museumsobjekte sollen in den kommenden Jahren behoben werden.

Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt. Die Attraktivität wurde durch ein vielseitiges Ausstellungsprogramm, Führungen, Veranstaltungen und die museumspädagogische Arbeit erhöht. Bereits zweimal würdigte VGH-Stiftung Niedersachsen das Engagement der Mitarbeiterschaft mit der Verleihung ihres Museumspädagogischen Preises.

Wie die Berichterstatter im Ausschuss darlegten, verzeichnete das Haus im zurückliegenden Jahr rund 11 500 Besucher. Mit dem neuen Konzept, das die gesamte Museumsarbeit und besonders die Museumspädagogik sowie die Ansprache der Besucher berücksichtigt, will das Museum in einen zeitgemäßen und intensiven Dialog mit dem Publikum treten.

„Wir können auf unser Museum nicht verzichten“, stellte Ausschussvorsitzender Albert Brüggemann fest. Das Thema solle nicht auf die lange Bank geschoben werden und im Anschluss an die am kommenden Sonntag, dem 11. September, anstehenden Kommunalwahlen möglichst schnell erneut aufgegriffen werden. „Wir wollen Sie dafür erwärmen, dass Sie Ihr Herz für unser Museum öffnen“, erklärte die Museumsvereinsvorsitzende Edeltraut Müller.




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