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Volksbank und Verwaltung zeigen Pläne für den Amtsplatz öffentlich

Ziel: Startschuss 2017

veröffentlicht am 15.09.2016 um 16:19 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:34 Uhr

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Autor:

Jan Schaumburg

RODENBERG. Nachdem in der vergangenen Woche erstmals konkrete Pläne zur Umgestaltung des Amtsplatzes bekannt geworden waren, haben die Verwaltung und die Volksbank Hameln-Stadthagen ihre Vorstellungen öffentlich präsentiert. Demnach will das Bankhaus groß in Rodenbergs Mitte investieren und einen Gebäudekomplexsowie neue Parkmöglichkeiten schaffen.

Um das Volksbank-Gebäude herum soll in Richtung Aue ein halbkreisförmiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Dahinter würde ein Parkplatz zwischen Rathaus, Burgwall und Aue angelegt, der über eine neu angelegte Straße vom Amtsplatz aus zu erreichen wäre. Doch die Pläne des Brandstetter-Architekten-Büros sind nicht in Stein gemeißelt: „Von der Skizze bis zum fertigen Projekt gibt es viele Änderungen“, so Stadtdirektor Georg Hudalla. Der Parkplatz könnte beispielsweise noch verschoben werden.

Fest steht, dass in dem Gebäudekomplex Einkaufsmöglichkeiten entstehen sollen, die „Dinge des täglichen Bedarfs abdecken“, wie Karl Meyer vom Vorstand der Volksbank Hameln-Stadthagen erklärte. Etwa eine Apotheke, ein Fleischer, Ärzte oder Gastronomie. Konkrete Gespräche mit Interessenten habe es aber noch nicht gegeben. In den oberen Geschossen der Geschäftseinheiten sollen zehn bis 15 barrierefreie Wohnräume entstehen.

Diese Mischung hat es Hudalla besonders angetan: „Wir stillen den Bedarf nach altersgerechtem, zentralen Wohnen und schaffen dazu noch Kaufkraft in zentraler Lage“, sagte er. Den Aussagen von Kritikern, die in den Plänen eine weitere Schwächung der Langen Straße sehen, entgegnete Baufachbereichsleiter Jörg Döpke, dass man keineswegs vorhabe „Versorgungsmöglichkeiten zu ersetzen, sondern sie nur zu verbessern“. Er sei sich sicher, dass die Neugestaltung der Ortsmitte auch für die Lange Straße eine positive Ausstrahlung habe.

Meyer spricht davon, dass sich die Bank damit „zum Standort Rodenberg bekennt“. Und natürlich erhöhe ein attraktives Umfeld auch die Besucherfrequenz in und um das vorhandene Volksbankgebäude, das bereits renoviert wird. Angaben zu den Kosten wollte Meyer aber noch nicht machen, da die Planungen sich erst in einem frühen Stadium befinden. „Wir gehen aber von mehreren Millionen Euro aus“, so Meyer.

Um die Planungen zu konkretisieren, haben Verwaltung und Volksbank einen Durchführungsvertrag geschlossen. Das bedeutet, dass das Geldinstitut zeitnah Mietinteressenten findet, während die Verwaltung die baulichen Voraussetzungen und den Ankauf von Fläche vorantreibt. Sollte das passieren und auch die Politik zustimmen, hofft Döpke darauf, dass die Bauarbeiten Mitte 2017 starten.




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