weather-image
27°
Landesstraßenbauamt: Versetzen nicht machbar

Zollstraßenanwohner genervt: Lärm vor Ampel ab morgens um vier

WESTENDORF. Anwohner der Zollstraße hatten Anfang des Jahres angeregt, die Baustellenampelanlage im Bereich der Kreuzung der Bundesstraße 83 in Richtung Engern zu versetzen. Die Lärmbelästigung durch schwere Lastzüge, die vor der Ampel abbremsen, bei Grün wieder anfahren, die Leerlaufgeräusche seien „unerträglich“. Vor allem da der Verkehrslärm bereits morgens um vier Uhr einsetze.

veröffentlicht am 05.02.2018 um 16:01 Uhr
aktualisiert am 05.02.2018 um 17:44 Uhr

Anwohner der Zollstraße fühlen sich durch den Lärm schwerer Lastzüge, die vor der Baustellenampel in Westendorf abbremsen und bei Grün wieder anfahren, extrem belästigt. Foto: Klingenberg
Avatar2

Autor

Hans Weimann Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

In den Kurven seien außerdem inzwischen die Randstreifen, die Bankette, völlig zerfahren. Hans Hermann Klingenberg als Anwohner schilderte das Problem Markus Brockmann, dem Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln, ausführlich in einer E-Mail und illustrierte sein Anliegen mit Fotos.

Holger Fröhlingsdorf, Projektingenieur für den Umbau der Kreuzung in Steinbergen, erläuterte auf Anfrage, warum sich zumindest zurzeit das Problem nicht lösen lässt: Der Verkehr müsse um den Fahrbahnteiler herumgeführt werden. Dafür brauche man Platz. Würde man die Ampel weiter in Richtung Engern verschieben, gebe es einen längeren Rückstau.

Jürgen Mackenthun, beim Straßenbauamt zuständig für Betrieb und Verkehr, erläuterte die Situation detailliert: Der Standort für die Baustellenampel sei so gewählt, damit ein ausreichend breiter Seitenstreifen vorhanden ist und der Einmündungsbereich auch unter „Bautätigkeit“ weiterhin befahrbar bleibt.

Darüber hinaus sei der Standort so nah wie möglich an der Einmündung zur Bundesstraße gewählt worden, um die Sperrzeiten so kurz wie möglich zu halten. Würde man den Standort der Signalanlage verändern, hätte das außerdem längere Sperrzeiten und einen deutlich größeren Rückstau zur Folge. Vor allem am Bahnübergang wäre das nicht wünschenswert.

Mackenthuns Trost für die Anwohner: „Wir setzen alles daran, die Baumaßnahme so schnell wie möglich fertigzustellen.“

Auch bei der Stadt ist die Ausweichstrecke im Bereich Zollstraße inzwischen ein Thema. Denn Radfahrer beklagen die vielen Schlaglöcher auf dem Feldweg von der Zollstraße in Richtung Engern. Dieser Weg werde viel genutzt und sei vor allen in der Dunkelheit gefährlich geworden.

Das Rintelner Bauamt ließ jetzt wissen, dieser Wirtschaftsweg soll im Frühjahr, bei trockener Witterung instand gesetzt werden.

Für die vielen neuen Schlaglöcher auf dem Wirtschaftsweg hat das Stadtbauamt eine Erklärung: Leider werde dieser Weg von Autofahrern als Schleichweg genutzt, um die Baustelle an der Steinberger Kreuzung zu umgehen, obwohl das eigentlich verboten sei.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare