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„Modellbahnfreunde Sünteltalbahn“ suchen neue Räume / Verantwortliche können nicht helfen

Züge fahren an die Wand – aus reiner Platznot

Lauenau (nah). Die „Eisenbahnfreunde Sünteltalbahn“ wissen nicht mehr aus noch ein. Ihr kleiner Klubraum, den ein Vereinsmitglied zur Verfügung gestellt hat, platzt aus allen Nähten. Züge fahren buchstäblich an die Wand. Und weil neuerdings an einer weiteren Gleisanlage montiert wird, wird es schon bei fünf Anwesenden bedrohlich eng im Zimmer. „Wir brauchen Platz“, klagte Sprecher Hans-Werner Miek.

veröffentlicht am 07.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:42 Uhr

Beim Vorstand des Heimat- und Museumsvereins, dem die Modelleisenbahner als Arbeitsgruppe angehören, stößt der Appell zwar auf offene Ohren, aber helfen können die Verantwortlichen nicht. Zwar gibt es „den großen Boden“ im Museum, doch dieser ist nur über eine steile schmale Treppe zugänglich. „Also ungeeignet für Besucher“, wertete Miek. Die seit sieben Jahren agierenden Bahnfans können eine Menge vorweisen: den originalgetreuen Nachbau des Lauenauer Bahnhofsgeländes, einige Tausend Bilder und Dokumente von der ehemaligen Schienenverbindung zwischen Bad Nenndorf und Bad Münder sowie etliche Original-Gegenstände aus der von 1904 bis 1988 unterhaltenen Strecke, vom Kilometerstein bis zum Fahrkartenschrank, von der Uniform bis zu Stellwerkeinrichtungen.

Jüngste Errungenschaft ist eine Märklin-Nostalgieanlage, die ein Sammler der Gruppe überließ, damit sie „für kleine und große Kinder spielbar gemacht wird“. Die 4,5 Quadratmeter große Platte soll bei Ausstellungen aufgebaut werden, so beim nächsten Tag der offenen Tür am 3. November.

Miek freute sich über die Resonanz bei den kürzlich in Zusammenarbeit mit der „Lauenauer Runde“ abgehaltenen „Modellbahntagen“ im Sägewerk. Weil damals mehr als 1500 Besucher gekommen waren, soll es in zwei Jahren eine Neuauflage geben.

Ob die Gruppe bis dahin einen größeren Raum besitzt, weiß Miek nicht. Bislang sei die Suche vergeblich. Bezahlbar müsse das Objekt sein und außerdem gut zugänglich. „Aber wir arbeiten daran“, versprach der Arbeitskreissprecher, auch wenn derzeit noch alle Signale auf „Rot“ stehen.

Trotz der Enge im Klubraum: Das Lachen haben die Modelleisenbahnfreunde nicht verlernt.

Foto: nah




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