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Sommeruni: Uni Hannover gibt spannende Einblicke in Elektrotechnik

Zukunftsmobil und schlaue Chips

Rinteln (rd/jaj). Ob Smartphone, Tablet-Rechner, Notebook oder Medizintechnik: Bei all diesen und vielen weiteren Geräten sind kleine und gleichzeitig sehr leistungsfähige Elektroniklösungen gefordert. Insbesondere für mobile Geräte ist dabei auch ein niedriger Energieverbrauch wichtig. Denn nur so können lange Betriebszeiten ohne häufiges Nachladen der Akkus erreicht werden. Der Schlüssel zum Erreichen dieser Ziele sind „Anwendungsspezifische Integrierte Schaltkreise“, besser bekannt als „Chips“.

veröffentlicht am 11.06.2012 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:21 Uhr

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Bereits zum vierten Mal gibt das Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Teilnehmern der Sommeruni in einer eintägigen Vorlesung Einblicke in die Welt der mikroelektronischen Chips. Die Schüler können spannende Zusammenhänge erlernen, die einen Hintergrund aus den laufenden Forschungsarbeiten der Universität haben. Anhand des Verfahrens MP3 wird beispielsweise gezeigt, wie mit modernen Signalverarbeitungsverfahren die Datenmenge von Musik bei hoher Qualität so reduziert werden kann, dass komplette Musiksammlungen in den Speicher von Smartphones oder MP3-Playern passen.

In einem späteren Teil des Seminars wird der Weg aufgezeigt, wie Signalverarbeitungsverfahren mit Chips realisiert werden können. Dabei lernen die Teilnehmer, wie das Basiselement der Chips, der Transistor, funktioniert. Die Schüler können auch eigene Experimente zur Digitaltechnik durchführen. „So bekommen sie einen ersten Einblick, wie aktuelle Chips mit über 2 Milliarden Transistoren funktionieren“, erklärt Dr. Hartwig Jeschke, der das Seminar leitet.

Neben der Vorlesung plant die Leibniz Universität Hannover in diesem Jahr auch den Einsatz eines neuen Zukunftsmobils. Dort werden interessante Versuche aus der Elektrotechnik gezeigt.

Jeschke ist jedoch nicht nur während der Sommeruni aktiv. Auch während der Kinderuni, die in diesem Jahr am 2. August stattfindet und von der Bürgerstiftung Schaumburg gefördert wird, bietet er eine Veranstaltung an. Darin führt er schon die ganz jungen Nachwuchsforscher in die Geheimnisse der Chips ein – natürlich kindgerecht aufbereitet. „Ich habe mit meinen eigenen Töchtern einen Testlauf gemacht“, erzählt Jeschke.

Die Voraussetzungen für die heutige Digitaltechnik wurden übrigens bereits im 17. Jahrhundert in Hannover geschaffen. Der Namensgeber der Leibniz Universität Hannover, Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), entwickelte schon damals mechanische Rechenmaschinen und das sogenannte „binäre Zahlensystem“. In diesem System gibt es nur die zwei Ziffern „0“ und „1“. Es ist eine Basis für alle modernen Elektroniksysteme. Im Rahmen der Sommeruni wird über die aktuelle Forschung aus Hannover berichtet.

Mehr Infos zur Sommeruni und zur Kinderuni gibt es auch im Internet unter www.sommeruni-rinteln.de oder unter (0 57 51) 89 02 10 bei der veranstaltenden Volkshochschule Schaumburg.




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