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Wenn der Mann zum Hund wird – Saisonauftakt bei SpekSpek

Zum Bellen komisch

KLEINENBREMEN. „Impro, das sind die faulsten Schauspieler überhaupt, die haben überhaupt nicht geübt. Es gibt auch keinen Vorhang. Aber wir haben die Besten der Besten“, begrüßte Moderadorin Regina das Publikum in Kleinenbremen im Heimtheater von SpekSpek. Die Crème de la Crème der Impro-Szene aus Ostwestfalen und Niedersachsen haben sich einen wahren heißen Kampf um den begehrten Titel Maestro – also „Maestro“ 2019 – geliefert. An den Start gingen die Künstler Marius, Holger, Birte, Volker, Stöpsel, Zoe und ganz neu Lutz. Die Szenen könnten nicht unterschiedlicher sein. Von der Paartherapie mit einer Fußfetischistin und ihrem Ehemann, der sich für einen Hund hält, bis hin zu Urlaub in Petershagen. Alle waren sofort begeistert. Das Theater war restlos ausverkauft.

veröffentlicht am 16.05.2019 um 12:51 Uhr
aktualisiert am 16.05.2019 um 17:50 Uhr

Zoe im Kreuzverhör: Birte und Lutz nehmen sie in die Mangel. Foto: tla

Autor:

Tanja Langejürgen
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KLEINENBREMEN. „Impro, das sind die faulsten Schauspieler überhaupt, die haben überhaupt nicht geübt. Es gibt auch keinen Vorhang. Aber wir haben die Besten der Besten“, begrüßte Moderatorin Regina das Publikum in Klei-nenbremen im Heimtheater von SpekSpek. Die Crème de la Crème der Impro-Szene aus Ostwestfalen und Niedersachsen hat sich einen wahrlich heißen Kampf um den begehrten Titel „Maestro 2019“ geliefert. An den Start – vor restlos ausverkauftem Haus – gingen die Künstler Marius, Holger, Birte, Volker, Stöpsel, Zoe und – ganz neu – Lutz. Die Szenen könnten unterschiedlicher nicht sein: von der Paartherapie mit einer Fußfetischistin und deren Ehemann, der sich für einen Hund hält, bis hin zu Urlaub in Petershagen. Alle waren sofort begeistert.

Als Aufwärmphase gab es das mittlerweile bekannte Stopp-Spiel. Dabei legen die Zuschauer die Ausgangsposition fest und geben weitere Vorgaben. Bei Stopp wechseln die Schauspieler. Euphorie bei Holger und Birte: „Dieses Reich gehört bald dir.“ Pech für Zoe und Volker. Bei ihnen kommt ein Ufo – und sie werden wohl sterben. „Jetzt wird es ernst“, sagte die Moderatorin – der Wettbewerb „Maestro“ startet. „Warum muss ich immer probieren?“, fragte sich Volker. Zumal Leberwurst mit Quark ungewöhnlich ist. Und überhaupt, in der Schweiz scheint ständig alles zu verschwinden. Fazit: „Nächstes Jahr fahren wir nach Spanien.“

Die Paartherapie mit Stöpsel als Therapeuten war der absolute Kracher – urkomisch, weil seine Patienten doch so gar keine Einsicht zeigten, dass es Probleme gibt, wenn Mann zum Hund wird und Frau Fußnägel zum Fressen gernhat. Und das Expertengespräch mit Gebärdenübersetzung könnte Legenden-Status zugesprochen bekommen. Und dann war da ja noch Professor Dr. Rundkopf, der in einem Fachvortrag über das Rhabarber-Biegen sprach – und darüber, wie gefährlich diese Sorte ist. Was das Ganze dann auch noch mit Gurken zu tun hatte, blieb ein Rätsel. Einfach nur herrlich!

Eine Herausforderung für die Künstler ist das Spiel „A spricht für B – und so weiter“. Bei der Frage, wer da für wen sprechen soll, kann man schon einmal durcheinanderkommen. Vor allem bei so großer Vorfreude auf den Vatertag; einer will lernen, ein anderer muss unbedingt duschen. Was war da noch einmal? Ach ja, bald ist Vatertag. Schließlich folgte gleich das nächste Drama. Die Kollekte wurde falsch gezählt. Für die letzten drei Protagonisten Birte, Stöpsel und Marius gab es dafür besondere Schwierigkeiten. Die Herausforderung: Lispeln respektive nur unvollständige Sätze verwenden. In der Finalrunde spielten Birte und Stöpsel um die Trophäe „Maestro 2019“. Beide waren auf einmal im Sherwood Forest. Bei Birte brauchten selbst die Hasen nicht mehr rasen, sie hatte die Herrschaft. Stöpsel war Bruder Tuck und auf einmal in einer Bananenplantage. Gewonnen hat Stöpsel – Maestro 2019.

Abspann: An diesem Abend mit dabei waren – Regina, Marius, Holger, Birte, Volker, Stöpsel, Zoe, Lutz, Florian und Jessica.

Die nächste Impro-Show von SpekSpek ist am Samstag, 25. Mai, in der Alten Polizei in Stadthagen – und am 6. September geht es auf die Freilichtbühne Porta. Für Mutige und Interessierte gibt es regelmäßig in der Druckerei in Bad Oeynhausen eine offene Probe. Dann gilt: Nicht zuschauen, sondern mitmachen! Bei diesem Playshop ist Ausprobieren eindeutig erwünscht.




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