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Original rekonstruierte Fenster passend zur Festwoche eingebaut / Taizégebet, Kolpingvortrag, Spontanchor-Auftritt

Zum Jubiläum: Ökumene stiftet St. Josef Kirchenfenster

Obernkirchen (sig). Was vorbildlich gelebteÖkumene ist, das zeigte der bisherige Verlauf der Jubiläumsveranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen der Kirche St. Josef. Nicht umsonst flatterten die Fahnen beider christlicher Konfessionen vor dem Gotteshaus. Wie schon beim Gemeindefest zur Eröffnung, waren auch bei den Folgetagen immer wieder zahlreiche Gäste von der evangelischen Gemeinde mit dabei.

veröffentlicht am 07.07.2008 um 00:00 Uhr

Eineökumenische Gemeinschaft ist zum Beispiel der Spontanchor, der zu einem Abendgebet auf der Pfarrwiese eingeladen hatte. Begleitet von der Gemeindereferentin Regina Doppke (Gitarre) und Trommelrhythmen, bot das bislang nur aus Frauen bestehende Ensemble mit beeindruckender Klarheit Choräle und andere kirchliche Weisen. Zu dieser Musik passten auch die meditativen Tänze, zu denen Inge Molitor einlud. Mitten in der Festwoche gab es ein weiteres Beispiel für den kirchlichen Zusammenhalt in der Bergstadt: An der Südseite des Seitenschiffs des Gotteshauses wurden drei originalgetreu rekonstruierte Fenster eingesetzt. Eines davon hat die Ökumene St. Marien/St. Josef gestiftet und das zweite die katholische Kolpingfamilie. Widmungen im Glas werden das festhalten. Die Herstellung und den Einbau hatte ein Unternehmen aus Paderbornübernommen: Die Firma Peters führte solche Arbeiten bereits für Kathedralen in Sevilla, Chikago und auf Hawaii aus. Der scheidende Pfarrer Norbert Mauerhof kündigte an, dass auch die sieben Fenster des Hauptchores erneuert werden sollen. Der Kostenaufwand liegt bei 28 000 Euro. 80 Prozent der Kosten des Projektes trägt die Diözese. Realisiert werden soll es im kommenden Jahr. Im Rahmen der Festwoche gab es auch ein Taizégebet, gestaltet vom Kirchenchor Cäcilia Obernkirchen/Rehren. Dazu gehörten ein offenes Singen und ein Grillabend. Gut besucht war auch die Kaffeetafel der Senioren und Frauengruppen im Pfarrheim, an das sich ein festlicher Gottesdienst anschloss. Eine weitere kirchliche Feier wurde vom Chor des Obernkirchener Männergesangvereins musikalisch ausgestaltet. Abends hielt noch der Pater Christoph Wrembeck einen Vortrag über den Heiligen St. Josef, den Vater von Jesus und Schutzpatron der römisch-katholischen Kirche. Zu einem weiteren Abendgebet hatte die aktive Kolpingfamilie eingeladen. Diözesansekretär Josef Teltemann befasste sich in einem Vortrag mit den Vorzügen dieser sozialen christlichen Gemeinschaft unter dem Motto "Kolpingfamilie macht stark". Weil im Raum der Bergstadt und auch im Auetal zahlreiche italienische Familien leben, gab es am vergangenen Sonnabend noch einen deutsch-italienischen Gottesdienst. Er war vorbereitet worden von einer italienischen Frauengruppe, die anschließend zu einem Pizzabüfett und zum Tanz einlud.




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