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Zwar nicht sofort, aber Krankenhagens Feuerwehr wird umziehen

Zum neuen Auto ein neues Gerätehaus

Krankenhagen. Mit dem Dorfentwicklungsprojekt Umbau des ehemaligen Volksbank-Warenhandelskomplexes zum Gemeinschaftszentrum ergeben sich für die Ortsfeuerwehr Krankenhagen ganz neue Perspektiven, denn das über die Jahre immer wieder umgebaute und erweiterte Gerätehaus ist sowieso zu eng geworden für die agile Feuerwehr, der aus Jugendfeuerwehr und Kindergruppe stetig neue Einsatzkräfte zuwachsen.

veröffentlicht am 29.04.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

Auf der Jahresversammlung sprach Rintelns stellvertretender Bürgermeister Karl Lange an, was vor Jahr und Tag noch wie ein schöner Traum klang: „Die Ortsfeuerwehr Kankenhagen bekommt ein neues Fahrzeug und muss selbstverständlich auch ein neues Feuerwehrgerätehaus bekommen.“ Nicht zuletzt auch wegen der großen Einsatzabteilung, ergänzte Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht – und „weil wir die doppelte Sollstärke haben in Exten, Möllenbeck, Steinbergen und Krankenhagen“.

Optimale technische Ausrüstung, wie ein modernes Fahrzeug, ist das eine wesentliche Feuerwehrstandbein, das andere ist eine gut ausgebildete schlagkräftige und vor allem ortskundige Einsatzabteilung, unterstrichen Ortsbrandmeister Achim Wächter und sein Stellvertreter und Gruppenführer Gunnar Hoppe mit ihren Jahresberichten. Darin tauchte gleich mehrmals das Senioren- und Pflegeheim in Friedrichshöhe als Alarmauslöser und sensibles Einsatzobjekt auf. Mehrere Auslösungen der Brandmeldeanlage hatten sich zwar als Fehlalarme herausgestellt. Trotzdem leistete die Ortsfeuerwehr vorbeugenden Brandschutz im Berghof bei zwei Unterweisungen des Berghof-Personals. Ein Schornsteinbrand in Krankenhagen sowie der Großbrand einer Strohballenmiete in Hohenrode waren dagegen Herausforderungen unter völlig realen Bedingungen in Echtzeit. Und dass ausgerechnet kurz vor Ende der Jahresabschlussübung mit anschließendem gemütlichen Schlachtemollen-Essen im Oktober ein größeres Kontingent zum Einsatz gerufen wurde, gehört zum Feuerwehrtagesgeschäft. Denn, so Gunnar Hoppe: Als Teil der Kreisbereitschaft Süd mussten die Krankenhäger bei der Suche nach einer vermissten Kindergruppe helfen. Und obwohl mit viel Arbeit verbunden, sei die Ausrichtung des ersten Kinderfeuerwehr-Stadtzeltlagers in Friedrichshöhe (26. bis 28. Juni) eine Art Ausgleich gewesen.

Und auch in diesem Jahr wird die Ortsfeuerwehr Krankenhagen wieder die Gastgeberrolle spielen und im Juli die Stadtwettbewerbe sowohl der Rintelner Jugendfeuerwehren als auch der Ortsfeuerwehren ausrichten. Das kündigte Ortsbrandmeister Achim Wächter vor der Beförderung von Sascha Fahrenkamp zum Hauptfeuerwehrmann sowie von Harald Westermann (viel gefragter Brandschutzerzieher für die Rintelner Kindergärten und Grundschulen) zum Hauptlöschmeister an.

Den vergleichsweise wenigen Beförderungen standen in diesem Jahr aber acht Ehrungen langjähriger Mitglieder beziehungsweise Förderer gegenüber. Mit Werner Patscher wurde ein Mitglied sogar für 60 Jahre Zugehörigkeit ausgezeichnet sowie mit Wilhelm Meier, Helmut Winter und Udo Zodrow drei für je 40 aktive Mitgliedsjahre sowie Hans-Georg Schwedler und Mathias Thoke für je 25 Dienstjahre. Ehrenurkunden für 40 beziehungsweise 25 Jahre als Förderer erhielten Alfred Hoffmann und Klaus Wißmann. who

Versammelte 230 Feuerwehr-Dienstjahre (v.l.): Wilhelm Meier, Helmut Winter, Werner Patscher, Udo Zodrow, Hans-Georg Schwedler und Mathias Thoke.who




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