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Beachvolleyball: Thomas Wacker und Christian Eckenweber sowie Anna-Lena Rahe und Franziska Bentrup gewinnen

Zum Turnier-Jubiläum eine Abschiedsvorstellung?

Obernkirchen (rnk). Der Altmeister irrte. Nicht die von Marvin Polte favorisierten David Kampa und Jan Romund, sondern das Duo aus Speyer und Rodheim, Thomas Wacker und Christian Eckenweber, haben das neunte Beachvolleyball-Turnier in der Bergstadt gewonnen.

veröffentlicht am 29.07.2008 um 00:00 Uhr

Kampa und Romund hatten zwar den ersten Satz nochüberlegen gewonnen, doch Mitte des zweiten Satzes musste vor allem Kampa den hohen Temperaturen seinen Tribut zollen: Er war stehend k.o., die Gegner schossen sich auf ihn ein und damit sein Team ab. Es war ein glänzendes Finale. Lange, dramatische Ballwechsel, wuchtige Schmetterbälle, Netzblöcke, bei denen die Spieler fast bis hoch zum Mond sprangen: Die ganze Faszination des Beachvolleyballs zeigt sich in drei wunderbaren Spielsätzen. Zumindest von der Dramatik des zweiten und dritten Satzes bekam gar nichts mit, wer auf dem Kirchplatz das Finale verfolgte. Denn die Organisatoren hatten versäumt, auf den gegenüberliegenden Sitztribünen jemanden zu positionieren, der dort eine Anzeigetafel mit dem aktuellen Punktestand bediente. Im Spiel um den dritten Platz waren die Altmeister nicht zu schlagen: Der Ex-Deutsche Meister und WM-Vierte Marvin Polte und sein langjähriger Partner Jan-Erik Gatzke schlugen Thomas Knieper und Marcel Wendler nach drei Sätzen, von denen zwei wahrhaft heiß umkämpft waren, mit 2:1. Bei den Damen sicherten sich Anna-Lena Rahe (SV Bad Laer) und Franziska Bentrup vom VfL Bad Iburg den Turniersieg, im Finale schlugen sie das Regionalligateam Julia Höftmann und Josephine Steckler (GfL Hannover). Platz drei sicherten sich Nina Ebinger und Stefanie Scheffler (ebenfalls GfL), die im kleinen Finale um Platz drei Judith Meyer (SCU Emlichheim) und Jasmin Sackbrook vom VC Eintracht Nordheim bezwangen. Wie im letzten Jahr gab esÄrger mit den Doppelmeldungen, also Spielern, die sowohl für Obernkrichen als auch für das Turnier in St. Peter Ording gemeldet hatten. Organisator Günter Szallies mailte alle diese Teams an und erzwang eine Entscheidung: entweder oder. Wer sich nicht meldete, wurde per se ausgeschlossen. Trotzdem: Eine leichte Verzögerung bei den Spielen war dann nicht zu vermeiden, weil die Setzlisten komplett neu geschrieben werden musste. Szallies sieht es so: "Die Meldemoral hat nachgelassen." Mittel, um gegenzusteuern, hat er nur bedingt. Über die Meldegebühr und die Kaution geht es nicht: Sie ist vom Niedersächsischen Volleyball-Verband auf 80 Euro festgelegt worden; der örtliche Veranstalter hat keinen Einfluss. Im nächsten Jahr wird in der Bergstadt also das zehnte Turnier ausgetragen, einmal will Szallies es noch organisieren. Einen Nachfolger in de Organisation gibt es nicht; wie es aussieht, könnte das Jubiläumsturnier zugleich die große Abschiedsvorstellung werden.




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