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MdB Edathy im Kirchenzentrum Luhden / Angeregte Diskussion / Projekt fließt in ZDF-Gottesdienst ein

"Zwangsarbeit": Dickes Lob für junge Forscher

Luhden (tw). Dickes Lob für ein engagiertes Geschichts-Projekt: Bei einer Info-Visite im Kirchenzentrum Luhden hat MdB Sebastian Edathy (SPD) am Donnerstag den Jugendlichen seine Aufwartung gemacht, die mit Pastor Lutz Gräber und Joachim Büge, Jugendwart im Landesjugendpfarramt, die Ausstellung "Zwangsarbeit in Schaumburg zur Zeit des Nationalsozialismus" (wir berichteten) auf die Beine gestellt haben.

veröffentlicht am 23.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Gemeinsam mit Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann (2.v.r.) ni

Was die Jugendlichen aus den Kirchengemeinden Luhden, Bad Eilsen und Steinbergen zum Thema recherchierten, soll in den Gottesdienst einfließen, der vom ZDF am Volkstrauertag 2007 live aus der Bückeburger Stadtkirche übertragen wird. Bei seinem Besuch nahm Edathy die zwölf Schautafeln in Augenschein, die sich unter anderem mit den Eindrücken beschäftigen, welche die 14- bis 19-Jährigen bei Besuch und Recherche in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald gewonnen haben. Ebenfalls dokumentiert: das Straflager des "Arbeitserziehungslager" Lahde im Steinbruch Steinbergen und das Außenlager Porta Westfalica des KZs Neuengamme. Der Abgeordnete ließ sich aber auch Ausschnitte aus Video-Interviews mit Passanten vorführen, die die Jugendlichen in der Mindener Fußgängerzone führten; Ton- und Bilddokumente mit Zeitzeugen aus Schaumburg rundeten die Vorführung ab. Während der anschließenden Diskussion, bei der die Projektteilnehmer von ihren eigenen Erfahrungen mit Neonazis in Schaumburg berichteten, sparte Edathy nicht mit Lob und machte die Bedeutung von Jugendarbeit deutlich: "Wo es diese Arbeit nicht gibt, wird den Rechtsradikalen das Feld überlassen."Der Abgeordnete macht sich für ein - neues - Verfahren stark, an dessen Ende ein Verbot der NPD stehen müsse: "Es kann nicht sein, dass eine Partei, die der Demokratie den Krieg erklärt hat, für ihre Wahlkämpfe auch noch Steuergelder erhält." Übrigens: Die heimische Kirchenjugend hat nach "Zwangsarbeit" bereits ein Folgeprojekt in Arbeit. Bei "Leben in unserer Gesellschaft" geht es um das Miteinander der Generationen.




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