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Hespöpe im Zentrum des Geschehens / Vor 20 Jahren schon einmal

Zwei Rotts auf einem Grundstück

Wölpinghausen (jpw). Zwei Schützen-Rotts auf einem Grundstück - geht das? "Natürlich!" sagt Nadine Schwidlinski - die einen im Carport und die anderen auf der Terrasse. Sie führt in diesem Jahr das Damenrott. Ihr Mann Christian ist Rottmeister des Zankenburg-Rotts. Nicht zum ersten Mal haben in Wölpinghausen zwei Rotts auf einem Grundstück direkte Tuchfühlung. "Meine Schwiegereltern hatten das vor 20 Jahren auch schon", berichtet Nadine Schwidlinski.

veröffentlicht am 19.07.2008 um 00:00 Uhr

Zusammen mit ihrem Mann Carsten ihrer Familie und Freunden und Bekannten richten sie Haus und Grundstück in der Hespöpe für die getrennte Feier von rund 150 Rottbrüdern und -schwestern her. Etwa 75 im Damenrott und nochmal so viele im Zankenburg-Rott. Überdies hat in diesem Jahr genau vis-à-vis in der Hespöpe auch noch das Vergissmeinnicht-Rott bei Marion Schnieder Quartier genommen. Traditionell gehört der Sonntagvormittag in Wölpinghausen den Rotts. Bei den Schwidlinskis stehen dafür bereits einige Pavillons, die Terrasse ist überdacht. Auf das Innenleben haben die vielen freiwilligen Helfer angesichts der schlechten Wetteraussichten in dieser Woche vorerst verzichtet. Bänke und anderesInterieur werden sie kurz vorher aufbauen, am Sonntagmorgen treffen sich alle Vorbereiter zum "Brötchen schmieren". Die Vorbereitungen verlaufen nach Angaben der Familie "planmäßig". Beim unerwarteten Besuch der Zeitung fasst selbstverständlich auch der Schützenkönig des Vorjahres, Manfred Schwidlinski, als Vater und Schwiegervater mit an. Gilt es doch, seine Nachfolger in der Hespöpe zu begrüßen. "Wir haben alle vier Könige auf dem Grundstück", freut sich Schwiegertochter Nadine, vermutlich eine echte Novität der Wölpinghäuser Festgeschichte. "Manche finden das nicht gut, und manche finden das gut, dass die Rotts auf einem Grundstück sind", meint die dreifache Mutter, und man merkt ihr an, dass sie zu den Letzteren gehört. "Es wird klappen", sagt sie. Die Söhne Till, Nick und Pitt zeigen sich bisher vom Vorbereitungs-Trubel eher erfreut, wuseln den Eltern zwischen den Beinen hindurch und "stauben" einige der für die Helfer geschmierten Brötchen ab. Beim Thema "Rottpokal" wird die Frau des Hauses dann schmallippig, schätzt die Chancen ihres Damenrotts "eher mäßig" ein, den begehrten Pokal zu gewinnen. Und für ihren Carsten, der gerade nicht anwesend ist, meint sie: "Das Zankenburg-Rott hat wohl große Chancen, den Erfolg zu wiederholen".




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