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Westliche Entlastungsstraße: Bauausschuss winkt eine Bebauungsplan-Änderung durch

Zweiter Radweg wäre „unverhältnismäßig“

Bad Nenndorf (gus). Die westliche Entlastungsstraße, die das Horster Feld und das Vordere Hohefeld direkt an den Bahnhof anschließen soll, ist um einen Planungsschritt weiter. Der Bauausschuss der Stadt Bad Nenndorf billigte die nun erneut vorgelegte Änderung des Bebauungsplans.

veröffentlicht am 12.12.2012 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:42 Uhr

Weil nachträglich Änderungen vorgenommen werden mussten, war das Thema im Sommer von der Tagesordnung genommen worden. Nun befasste sich der Bauausschuss erneut damit. Entlang der Trasse der Entlastungsstraße war ein zusätzlicher Fußwegabschnitt in die Planung aufgenommen worden. Die resultierende Vergrößerung der Baufläche bedeutete einen erheblichen Eingriff, erklärte Christine Feller von der Planungsgruppe Lärchenberg. Zusätzlich musste die Zahl von Autostellplätzen am Bahnhof vergrößert werden. Dies machte laut Feller eine erneute öffentliche Auslegung der Pläne nötig.

Der Seniorenbeirat der Samtgemeinde Nenndorf hatte im Zuge dieses Verfahrens angeregt, dass auf der Innenseite der nach Norden gebogenen Trasse auch ein Rad- und Fußweg angelegt wird. Eine Querung der Bornstraße in Bahnhofsnähe war ein Wunsch der Gruppe. Der Landkreis wies darauf hin, dass die Belange des Denkmalschutzes zu beachten sind. Weitere Eingaben betreffen den Naturschutz, so soll beispielsweise eine Schutzvorrichtung installiert werden, um Amphibien und Kleinsäuger von der Fahrbahn fernzuhalten.

Am „VfL-Dorado“ führt ein Rad- und Fußweg auf die Straße zwischen Halle, Vereinsheim und Schwimmbad und weiter auf den Parkplatz vor dem Sportgelände. Erich Thies erkundigte sich, ob eine mögliche Weiterführung dieser Spur in den Bebauungsplan aufgenommen werden soll, denn auch der Seniorenbeirat hatte bemängelt, dass die Passanten offenbar zwischen den parkenden Autos hindurchgehen sollen. Bauamtsleiter Hans-Bernhard Kampen sagte, dies ist im Zuge der Bauleitplanung nicht nötig.

Auch die Anregungen aus dem Auslegungsverfahren sind daher aktuell nicht Teil der Planzeichnung. Die Stadtverwaltung und das Ingenieurbüro haben einen Rad- und Fußweg an der Südseite der Entlastungsstraße mit Blick auf den geplanten Weg am „Dorado“ als unverhältnismäßig eingestuft. An der Nordseite soll es einen Rad- und Gehweg geben.

Derzeit sieht die Stadt 1,7 Millionen Euro für die Baumaßnahme vor. Der Rat der Stadt befasst sich am Mittwoch, 19. Dezember, in öffentlicher Sitzung mit dem Thema. Beginn der Sitzung im Schmiedegasthaus Gehrke in Riepen ist um 18.30 Uhr.




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