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Fürst Alexander führt 60-köpfige Besuchergruppe des Heimatvereins durch sein Schloss

Zwischen Rottenhammer und Götterpforte

Bückeburg (rd). Der Schaumburg-Lippische Heimatverein in Bückeburg unter Leitung von Heinz Werner Hinze organisierte wieder einmal einen interessanten Nachmittag für Mitglieder und viele Gäste, insgesamt 60 Personen. Er konnte Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe gewinnen, persönlich eine Schlossführung zu machen.

veröffentlicht am 23.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:41 Uhr

Der Fürst wies anfangs in seiner launigen Begrüßung auf die etwas „andere Schlossführung“ hin und erläuterte der fachlich vorgebildeten Gruppe viele Details, die nicht üblicherweise bei den Führungen erklärt werden. Er nahm Stellung zu den verschiedenen Vorfahren, die mehr oder weniger erfolgreich das Fürstenhaus geprägt haben, zu einzelnen Bauabschnitten des Schlosses und deren Sanierungsproblematik.

Viele Hinweise folgten zu teils mehr oder weniger wertvollen Bildern, die im Laufe der Jahrhunderte von den Grafen und Fürsten erworben wurden.

Sein besonderes Augenmerk legte Fürst Alexander auf die Gemälde des berühmten Malers Johannes Rottenhammer und die Götterpforte im Goldenen Saal.

Die Deckengemälde von Johannes Rottenhammer symbolisieren die vier klassischen Elemente: Erde, Wasser, Luft, Feuer. Zwischen den hölzernen Profilen findet man gemalt die vier Jahreszeiten.

Die Türöffnung des Goldenen Saals wird von lebensgroßen Figuren umrahmt. Sie zeigt unter anderem Kriegsgott Mars und Venus, die Göttin des Friedens.

Auf einer Konsole steht der Götterbote Merkur (Hermes), der Gott des Intellekts, des Handels und der Kunst. Seine Gesichtszüge sind offenbar die des Bauherrn – dass hierin ein Hinweis auf das Interesse des Fürsten am Rosenkreuzertum zu sehen ist, wurde oft vermutet.

Fürst Ernst hatte sich offenbar mit den Lehrinhalten der Rosenkreuzer, bestehend aus den hermetischen, alchemistischen und kabbalistischen Elementen und deren veröffentlichten Manifesten „Fama fraternitatis“ auseinandergesetzt, auf die Fürst Alexander ausführlich einging. Die Gruppe war beeindruckt von den Geschichtskenntnissen des Fürsten und folgte ihm und seinen ausführlichen Berichten auch über die Familiengeschichte gerne durch das Schloss.

Heinz-Werner Hinze bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei Fürst Alexander und dem Hinweis, dass dieser Nachmittag unvergessen bleiben werde.




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