MPS-Chef Gisbert Hiller macht Ärger über Lärm-Beschwerden Luft

„Eine einzige Person legt alles lahm!“

Viele Tausend Besucher verfolgen am Auftaktsamstag die Musikdarbietungen auf dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum. Einem einzelnen Bewohner Bückeburgs passt dies allerdings nicht. Foto: JP

„Danke für den absoluten Besucherrekord, und danke für die absolute Friedfertigkeit und Harmonie“, schrieb er via Facebook den vielen tausend Besuchern der Großveranstaltung ins Stammbuch. Dabei war es ihm jedoch nur kurzzeitig vergönnt, den Ärger über die offenkundig ganz und gar nicht vorherrschende Harmonie bei einem einzigen Bewohner Bückeburgs hinunterzuschlucken: Dieser hatte nämlich, obwohl noch nicht einmal in der Nähe des Veranstaltungsgeländes wohnend, im Vorfeld durch massives Insistieren beim Ordnungsamt des Landkreises Schaumburg durchgesetzt, dass das Spectaculum nicht nur um 0 Uhr alle Musikprogramme zu beenden, sondern auch jeglichen Ausschank einzustellen habe.

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Doch damit nicht genug: Obwohl alle Bühnendarbietungen des MPS das vom Landkreis Schaumburg verordnete Limit von 0 Uhr penibel einhielten, wurde der gleiche Beschwerdeführer nach dem ersten Veranstaltungswochenende erneut beim Landkreis Schaumburg vorstellig. Was ihn diesmal konkret beim größten reisenden Mittelalter Kultur Festival der Welt sauer aufstieß, drang bislang noch nicht aus den Amtsstuben der Kreisbehörde nach außen, nur so viel: Zufriedengestellt war der Herr trotz des wunschgemäßen Programmendes immer noch nicht.

Was wiederum bei Gisbert Hiller endgültig den Kragen platzen ließ: „Was läuft falsch in Deutschland?“ wetterte der für seine unverblümte Sprache bekannte MPS-Veranstalter in einer über 60 Zeilen zählenden Wutrede auf Facebook vom Leder. Eine einzige Person schaffe es mit ihren Beschwerden, das gesamte Nachtleben in Bückeburg während der Sommermonate stillzulegen. So müssten Biergärten eher schließen als früher, und einige traditionelle Veranstaltungen seien völlig verschwunden. Auch das MPS, „das letzte verbliebene Schlachtschiff der großen traditionellen Sommer Open Airs in Bückeburg“ sei ins Visier dieses „liebenswerten Zeitgenossen“ geraten: So seien allein seine Beschwerden dafür verantwortlich, dass das MPS seit drei Jahren nur noch bis 0 Uhr Programm bieten dürfe und nicht wie früher bis 1 Uhr nachts, so Hiller.

Doch damit nicht genug: Nun habe derselbe „liebenswerte Zeitgenosse“ auch noch beim Landkreis gefordert, dass direkt nach Mitternacht sofort die vielen Tausend Besucher das Veranstaltungsgelände zu räumen hätten, „damit sie dann nicht später möglicherweise an seinem Haus vorbei gehen, Lärm verursachen und ihn dadurch belästigen.“

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Seine ganze Hoffnung setzt Gisbert Hiller auf einen Gesetzentwurf der NRW-SPD, nach dem zukünftig kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel deutlich mehr Spielraum in Sachen Immissionen eingeräumt und die Möglichkeit von Einzelpersonen, Behörden und Gerichte mit Beschwerden zu beschäftigen, massiv beschränkt werden sollen. Dann könne es endlich nicht mehr dazu kommen, dass – so wörtlich – „eine einzige Person, ein einziger Querulant, die Kultur, die Lebensqualität, die Partyfreude, das Sommerfeeling und das gesamte gesellige Miteinander aller Einwohner einer ganzen Stadt und ihrer tausenden Gäste ohne Not unterminieren und zerstören kann.“BÜCKEBURG. Nach dem fulminanten Besucherrekord am Auftaktsamstag des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums und dem kaum weniger gut besuchten Sonntag herrschte bei Veranstalter Gisbert Hiller noch eitel Sonnenschein: „Danke für den absoluten Besucherrekord, und danke für die absolute Friedfertigkeit und Harmonie“, schrieb er via Facebook den vielen Tausend Besuchern der Großveranstaltung ins Stammbuch. Dabei war es ihm jedoch nur kurzzeitig vergönnt, den Ärger über die offenkundig ganz und gar nicht vorherrschende Harmonie bei einem einzigen Bewohner Bückeburgs hinunterzuschlucken: Dieser hatte nämlich, obwohl noch nicht einmal in der Nähe des Veranstaltungsgeländes wohnend, im Vorfeld durch massives Insistieren beim Ordnungsamt des Landkreises Schaumburg durchgesetzt, dass das Spectaculum nicht nur um 0 Uhr alle Musikprogramme zu beenden, sondern auch jeglichen Ausschank einzustellen habe.

Doch damit nicht genug: Obwohl alle Bühnendarbietungen des MPS das vom Landkreis verordnete Limit von 0 Uhr penibel einhielten, wurde der gleiche Beschwerdeführer nach dem ersten Veranstaltungswochenende erneut beim Landkreis Schaumburg vorstellig. Was ihn diesmal beim größten reisenden Mittelalter Kultur Festival der Welt sauer aufstieß, drang bislang noch nicht aus den Amtsstuben der Kreisbehörde nach außen, nur so viel: Zufriedengestellt war der Herr trotz des wunschgemäßen Programmendes immer noch nicht.

Was wiederum bei Gisbert Hiller endgültig den Kragen platzen ließ: „Was läuft falsch in Deutschland?“, wetterte der für seine unverblümte Sprache bekannte MPS-Veranstalter in einer über 60 Zeilen zählenden Wutrede auf Facebook vom Leder. Eine einzige Person schaffe es mit ihren Beschwerden, das gesamte Nachtleben in Bückeburg während der Sommermonate stillzulegen. So müssten Biergärten eher schließen als früher und einige traditionelle Veranstaltungen seien völlig verschwunden. Auch das MPS, „das letzte verbliebene Schlachtschiff der großen traditionellen Sommer Open Airs in Bückeburg“, sei ins Visier dieses „liebenswerten Zeitgenossen“ geraten: So seien allein seine Beschwerden dafür verantwortlich, dass das MPS seit drei Jahren nur noch bis 0 Uhr Programm bieten dürfe und nicht wie früher bis 1 Uhr nachts, so Hiller.

Doch damit nicht genug: Nun habe derselbe „liebenswerte Zeitgenosse“ auch noch beim Landkreis gefordert, dass direkt nach Mitternacht sofort die vielen Tausend Besucher das Veranstaltungsgelände zu räumen hätten, „damit sie dann nicht später möglicherweise an seinem Haus vorbeigehen, Lärm verursachen und ihn dadurch belästigen“.

Seine ganze Hoffnung setzt Hiller auf einen Gesetzentwurf der NRW-SPD, nach dem künftig kulturelle Veranstaltungen unter freiem Himmel mehr Spielraum in Sachen Immissionen eingeräumt und die Möglichkeit von Einzelpersonen, Behörden und Gerichte mit Beschwerden zu beschäftigen, massiv beschränkt werden sollen. Dann könne es endlich nicht mehr dazu kommen, dass – so wörtlich – „eine einzige Person, ein einziger Querulant, die Kultur, die Lebensqualität, die Partyfreude, das Sommerfeeling und das gesamte gesellige Miteinander aller Einwohner einer ganzen Stadt und ihrer Tausenden Gäste ohne Not unterminieren und zerstören kann“.

SZ/LZ

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