IGS-Neubau in Rinteln: Fertigstellung erst im Herbst
RINTELN. Die Fertigstellung des IGS-Neubaus an der Burgfelsweide verzögert sich. Das teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung am Freitagnachmittag mit. Ende Mai hatte es aus dem Baudezernat des Landkreises gegenüber unserer Zeitung noch geheißen, dass weiterhin am Ziel, die Schule zum Ende der Sommerferien fertigzustellen, festgehalten werde.
Nun werden die Herbstferien als Ziel genannt, also die zweite Oktoberhälfte. „Die den Bau begleitende Planungsgruppe aus Fachingenieuren hält eine Inbetriebnahme in den Herbstferien 2021 für realistisch“, teilt der Landkreis per Pressemitteilung mit. „Das zunächst anvisierte Ziel, schon in den Sommerferien 2021 umzuziehen, kann daher mit Blick auf die baulichen Verzögerungen nicht erreicht werden. Der fortgeschriebene Zeitplan ist mit der Schulleitung abgestimmt.“
Grund an den Verzögerungen ist laut Landkreis die Corona-Pandemie und damit einhergehende Lieferverzögerungen. Das Pandemiegeschehen der letzten 15 Monate habe Auswirkungen auf den Zeitplan, so der Landkreis. Materialien auf der Baustelle trafen teilweise verspätet ein, da es bei der Einfuhr zu Schwierigkeiten und Verzögerungen kam. Lieferketten wurden unterbrochen. Zudem mussten teilweise Personen ausführender Firmen in Quarantäne, sodass hierdurch weitere Störungen im Bauablauf erfolgten.
Es müssten außerdem noch einige Schritte erfolgen, bevor die IGS von ihren jetzigen Standorten am Kollegienplatz und in der Ostertorstraße an den neuen Standort in der Burgfeldsweide umziehen können, erinnert der Landkreis. Vor Inbetriebnahme müsse das Gebäude fachlich und technisch fertiggestellt sein, die Technik auf Funktionsfähigkeit geprüft und insgesamt abgenommen sein. Daneben müssen die Hausmeister in die Technik eingearbeitet werden, teilt der Landkreis mit.
Dennoch komme der Neubau gut voran, zeigt sich der Kreis optimistisch. Die gesamte Außenhülle des Gebäudes, also Dachflächen, Fenster, Fassadenschalung und Blecharbeiten seien „bis auf wenige Restarbeiten“ fertiggestellt. Der weitere Innenausbau in der Schule ist bis zum jetzigen Zeitpunkt bis zu 80 Prozent erfolgt, so der Landkreis.
Vollständig fertiggestellt wurde inzwischen die Photovoltaik-Anlage auf der Dachfläche. Zurzeit werden auf der Dachfläche nur noch Anschlussarbeiten ausgeführt. Die PV-Anlage wird, wie berichtet, durch die Stadtwerke Rinteln realisiert.
„Die am Bau beteiligten Firmen haben in den vergangenen Monaten engagiert und gut gearbeitet, sodass die Arbeiten trotz eines wettertechnisch schwierigen Winters und Frühjahrs gut vorangeschritten sind“, heißt es in der Presseinformation des Kreises weiter.
Auch IGS-Schulleiter Torsten Rudolf zeigt sich weiter zuversichtlich: „Angesichts der Tatsache, dass der Bau 2019 begonnen wurde und große Teile der Baumaßnahme während der Corona-Pandemie hergestellt werden mussten, sind wir mit dem zeitlichen Ablauf hoch zufrieden“, wird er vom Kreis zitiert. „Die kleine Verzögerung lässt sich da leicht verkraften.“ Der Umzug in den Herbstferien werde nun von der IGS vorbereitet, die sich sehr auf das neue Gebäude freue.
Nach Meinung der Beteiligten ist ein hochmodernes Schulgebäude entstanden, das nicht nur allen Anforderungen an zeitgemäße Pädagogik standhält, sondern auch inklusiv ist und über einen besonderen Schulhof mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere Sportangebote verfügt. "Sowohl die IGS als auch das Gymnasium Ernestinum werden mit der Fertigstellung im Herbst eine Schule und ein Schulgelände erhalten, welches nachhaltig die Rahmenbedingungen für beide Schulen verbessern wird", so der Landkreis abschließend.
SZ/LZ