Tierschutz

Unterwegs mit dem Nabu Rinteln: So retten Ehrenamtliche Fröschen und Molchen das Leben

Morgens kontrollieren Ehrenamtliche vom Nabu Rinteln die Fangeimer an den Rintelner Amphibienschützzäunen. Dieter Aßbrock war am Donnerstag am Waldkater tätig.

Rinteln. Bereits Ende Februar haben Mitglieder vom Nabu Rinteln wieder vier lange Amphibienschutzzäune im Stadtgebiet errichtet. An der Arensburg, der Extertalstraße, in Möllenbeck sowie am Waldkater.

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An vier Straßen hat der Nabu Rinteln Amphibienschutzzäune errichtet: Waldkater, Arensburg, Extertalstraße und in Möllenbeck.

Ehrenamtlich und unentgeltlich werden seitdem täglich, voraussichtlich bis Ostern oder Ende April, die vielen Fangeimer kontrolliert. Über Nacht sind Kröten, Frösche oder Molche aus ihrem Winterquartier kommend am Schutzzaun in die Eimer gefallen.

Diese Fangeimer wurden dicht am Zaun eingegraben und mit Laub und Stock ausgestattet. So können Käfer oder Mäuse wieder herauskrabbeln. Amphibien haben Schutz vor der Sonne oder gefräßigen Reihern.

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Helfer starten früh in den Tag

Seine erste Schicht hat der ehrenamtliche Helfer Dieter Aßbrock um neun Uhr bereits hinter. Er kontrollierte schon die Auffangeimer vom Amphibienzaun an der Arensburg. Diese sind östlich der stark befahrenen Landesstraße 442.

Die Amphibien wandern an dieser Stelle vom Messingsberg, wo sich ihr Winterquartier befindet, zu den Hexenteichen im Park der Arensburg. Anzutreffen sind dort vier heimischen Molcharten (Kamm-, Faden-, Teich- und Bergmolch) sowie Erdkröten und einzelne Feuersalamander.

Seit 2009 wird am Waldkater ein rund 150 Meter langer Schutzzaun errichtet. Im Frühjahr wandern die Amphibien vom Wald aus in das nah gelegene Wohngebiet der Rintelner Nordstadt, wo sich zahlreiche Gartenteiche befinden.

Die Zufahrtstraße zum Waldkater und Wanderparkplatz würde, ohne den Zaun, vielen Tieren zum Verhängnis werden. Hier werden viele Bergmolche und Erdkröten registriert.

Bei der Rettung ist Vorsicht geboten

Mit Eimern in der Hand und seinem Kniepolster in der anderen geht Dieter Aßbrock zum Schutzzaun. Er nähert sich von der Straßenseite. Aus gutem Grund: „So kann ich Tiere, die sich unter Laub vor dem Zaun versteckt haben nicht verletzen“.

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Vorsichtig entnimmt er Stöcke und Laub aus dem Eimer. Danach wird das Laub locker zurück gelegt. Zwischen den Blättern sieht der Naturschützer einen kleinen Bergmolch. Dieser fällt auf seinem Handschuh kaum auf.

Das Bergmolch Männchen hat Dieter Aßbroch zwischen den Laubblättern entdeckt.

Das Männchen schaut regungslos aus, dies ist allerdings seine Kältestarre. Schon bei der nächsten Kontrolle findet Aßbrock das passende Weibchen dazu.

Routiniert setzt der Steinberger seine Kontrolle fort. Hinknien, vorsichtig entleeren, das Laub absuchen. Am Ende wird in den Eimer in der Erde erneut etwas Laub gelegt und zwei Stöcke hineingestellt.

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Nach einer halben Stunde sind die zehn Fangeimer kontrolliert. Sein weißer Sammeleimer stand die letzten Minuten im Sonnenlicht. Diese Wärme weckt auch die drin befindlichen Molche zum Leben. Für die Statistik notiert sich Aßbrock: Bergmolch - zwei Weibchen und ein Männchen sowie ein Fadenmolch-Weibchen.

Südlich der Straße setzt er die Tiere behutsam ins Laub, wo sie gleich unter Blättern verschwinden.

Jeder kann mitmachen

Beim Nabu Rinteln engagieren sich derzeit elf Personen ehrenamtlich, die im Wechsel jeden Morgen die Fangeimer kontrollieren. Wer ebenfalls mithelfen möchte, wendet sich an per Mail an kontakt@nabu-rinteln.de

SZ/LZ

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