Nach Amok-Fahrt in Magdeburg

Länder erhöhen Polizeipräsenz an Weihnachtsmärkten

Die Polizei will nun auf Weihnachtsmärkten mehr Präsenz zeigen.

Magdeburg. Nach der Todesfahrt von Magdeburg verschärfen einige Länder ihre Sicherheitsvorkehrungen auf den Weihnachts- und Adventsmärkten. So soll etwa in Berlin, Bayern und Hamburg die Polizeipräsenz auf den Märkten erhöht werden.

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Das Thüringer Innenministerium berät mit den Marktveranstaltern im Freistaat mögliche Nachbesserungen der Sicherheitskonzepte. Auch in Leipzig sollen die Polizeipräsenz sichtbar erhöht und Zuwege zusätzlich gesichert werden.

Verdächtiger der Todesfahrt in Magdeburg ist offenbar Islamkritiker
Der Tatverdächtige stammt aus dem islamischen Königreich Saudi-Arabien. Den Islam lehnt er ab. Als Ex-Muslim ließ er sich in Deutschland dauerhaft nieder.

Magdeburger Weihnachtsmarkt soll geschlossen bleiben

In Hessen soll die Präsenz auf den Märkten deutlich hochgefahren werden, wie Innenminister Roman Poseck (CDU) ankündigte. Der Magdeburger Weihnachtsmarkt soll nach der Todesfahrt geschlossen bleiben, wie die zuständige Gesellschaft zur Durchführung der Magdeburger Weihnachtsmärkte mitteilte.

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Die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hat angekündigt, die Zahl der Sicherheitskräfte auf den Märkten zu erhöhen. „Der Anschlag in Magdeburg ist grauenhaft und schrecklich. Mit meinen Gedanken bin ich bei den Opfern und ihren Angehörigen“, sagte die Ministerin am Sonnabend in Hannover. „Für die Menschen in Magdeburg ist es entsetzlich, dass sie dies erleben mussten.“

Das sächsische Innenministerium sieht derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr für die Weihnachtsmärkte in Sachsen. „Wir wollen auch für die kommenden Tage den unbeschwerten Besuch der Weihnachtsmärkte möglich machen“, sagte Innenminister Armin Schuster. Die Polizei stehe für die Gemeinden und Veranstalter parat, um nach den Geschehnissen in Magdeburg noch einmal genau zu überprüfen, wo die sorgfältig vorbereiteten Sicherheitskonzepte noch weiter angepasst werden sollten, betonte der CDU-Politiker.

Am Freitagabend war ein Auto in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg gefahren. Dabei kamen nach Informationen aus Sicherheitskreisen fünf Menschen ums Leben, 41 Menschen wurden schwerst verletzt. Der festgenommene Verdächtige ist ein Islam-Kritiker und Arzt aus Bernburg, der aus Saudi-Arabien stammt.

RND/dpa