Die Welt am Mittwochmorgen

Gaza-Deal am seidenen Faden und Sorgen um den Gaspreis

Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesen fünf wichtigen Themen in fünf Minuten sind Sie bestens informiert für Ihren Mittwoch.

Waffenruhe auf der Kippe

Darum geht es: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75) droht der Hamas mit einer Wiederaufnahme des Gaza-Kriegs, wenn sie die israelischen Geiseln nicht bis Samstag freilässt.

Darum ist es wichtig: Die brüchige Waffenruhe steht nach dem Ultimatum auf Messers Schneide – ein Neubeginn der Kämpfe wäre eine Katastrophe für die leidgeprüften Zivilisten im Gazastreifen, von denen viele gerade erst in ihre weitgehend zerstörten Wohngebiete im Norden zurückgekehrt sind. Und auch für die israelischen Geiseln, die sich noch in den Händen der Terrororganisation befinden.

So geht es weiter: Netanjahu räumt der Hamas bis Samstagmittag Zeit ein, seine Forderung nach Freilassung der Geiseln zu erfüllen.

Gas macht wieder Sorgen

Darum geht es: Erdgas wird im Großhandel immer teurer. Aktuell liegt der Preis auf dem höchsten Wert seit zwei Jahren.

Darum ist es wichtig: Die ungewöhnlich hohen Notierungen führen auch dazu, dass sich die Gasspeicher schneller leeren als erwartet. Zwar bestehen keine Versorgungsengpässe. Doch es besteht die Gefahr, dass sich die Notierungen immer weiter hochschaukeln. Das werden letztlich auch die Verbraucher und Unternehmen zu spüren bekommen - durch höhere Gasrechnungen.

So geht es weiter: Die Betreiber der Gasspeicher fordern, dass die Bundesregierung eingreift, um die Preisspirale zu stoppen.

Der Wunsch nach einer Vermögensteuer

Darum geht es: Im Wahlkompass des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) hat sich eine Mehrheit der Leserinnen und Leser dafür ausgesprochen, den Investitionsstau in Deutschland auch durch die Einführung einer Vermögensteuer zu finanzieren.

Darum ist es wichtig: Eine derartige Steuer könnte je nach Ausgestaltung jährlich bis zu 35 Milliarden Euro einbringen, was angesichts des notwendigen Investitionsvolumens von rund 600 Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren eine durchaus relevante Größenordnung wäre.

So geht es weiter: SPD, Grüne, Linkspartei und BSW sprechen sich in ihren Wahlprogrammen für eine höhere Vermögensbesteuerung aus, Union, FDP und AfD sind strikt dagegen. Wer sich nach der Bundestagswahl durchsetzt, hängt vom Wahlergebnis ab.

Europas KI-Offensive

Darum geht es: Beim Artificial Intelligence Action Summit, einem zweitägigen Gipfel rund um Künstliche Intelligenz in Paris, haben Spitzenpolitiker und Unternehmer Milliardensummen für die KI-Entwicklung in Europa versprochen.

Darum ist es wichtig: Die USA sind KI-Vorreiter, mit dem Start von DeepSeek hat aber auch China den Markt noch mal gehörig umgekrempelt. Unternehmen bräuchten aber unbedingt eine „vertrauenswürdige KI-Infrastruktur aus Europa”, sagt Antonio Krüger, CEO des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, dem RND. Insbesondere im Mittelstand und im Gesundheitswesen schlummerten riesige Datensätze, die man für den Wettbewerb mit den USA und China nutzen könne.

So geht es weiter: Europäische Innovationen sollen nun noch stärker gefördert werden. Entweder durch private und staatliche Investitionen, aber auch durch frei zugängliche Open-Source-Modelle.

Eiermarkt unter Spannung

Darum geht es: In den USA sind Eier wegen des jüngsten Ausbruchs der Vogelgrippe knapp, die Preise haben sich im Vergleich zum Vorjahr teils mehr als verdreifacht – und auch hierzulande trifft eine immer größere Nachfrage auf ein begrenztes Angebot.

Darum ist es wichtig: Seit 2020 sind Eier in Deutschland um 38,5 Prozent teurer geworden, aktuell beschreiben Experten die Lage am deutschen Markt für Hühnereier als angespannt. Sorge bereitet zudem das Szenario einer auch hierzulande grassierenden Geflügelpest – vereinzelte Ausbrüche in Deutschland und in anderen EU-Ländern sorgen für Verunsicherung.

So geht es weiter: Trotz der bereits anziehenden Nachfrage schließen Branchenvertreter ein Osterfest ohne Eier in den deutschen Supermärkten zurzeit aus.

Einen friedlichen Tag wünschen

Jens Strube und Sebastian Heintz

Haben Sie Anregungen oder Kritik? Bitte schreiben Sie uns unter chefredaktion@rnd.de

 
Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht
 

Abonnieren Sie auch

Hauptstadt-Radar: Persönliche Eindrücke und Hintergründe aus dem Regierungsviertel. Immer donnerstags.

Das Leben und wir: Der Ratgeber für Gesundheit, Wohlbefinden und die ganze Familie – jeden zweiten Donnerstag.

US-Radar: Was die Vereinigten Staaten bewegt: Die USA-Experten des RND ordnen ein und liefern Hintergründe. Jeden Dienstag.

Mit RND.de, dem mobilen Nachrichtenangebot des RedaktionsNetzwerks Deutschland, dem mehr als 60 regionale Medienhäuser als Partner angehören, halten wir Sie immer auf dem neuesten Stand, geben Orientierung und ordnen komplexe Sachverhalte ein – mit einem Korrespondentennetzwerk in Deutschland und der Welt sowie Digitalexperten und Digitalexpertinnen aller Bereiche.

SZ/LZ Inhalte als bevorzugte Quelle markieren — dann erscheinen unsere Artikel häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen.Inhalte in den Google-Schlagzeilen bevorzugen?
Bevorzugen

Verwandte Themen