Neues Trainer-Duo beim TSV Eintracht Bückeberge ist optimistisch beim Thema Klassenerhalt
Wendthagen. Wirklich berauschend war die erste Saisonhälfte des TSV Eintracht Bückeberge nicht. Die Landesliga-Fußballerinnen stehen vor dem Start aus der Winterpause aktuell auf einem direkten Abstiegsplatz, haben aber auch zwei Spiele weniger als der FC Wacker Neustadt auf dem Relegationsrang absolviert.
„Sechs Punkte aus zehn Spielen ist wirklich kein guter Wert, aber ich weiß auch nicht genau, wie die Spiele gelaufen sind“, sagt Helge Dreßler, der den TSV im Winter gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Dennis Kambach von Vorgänger Helge Hertrampf übernommen hat.
„Können Fußball spielen“
Er selbst habe nur wenige Spiele im Vorfeld der Übernahme gesehen, eine Erkenntnis ließ sich aber schon damals ziehen und hat sich in den bisherigen Trainingseinheiten bestätigt: „Die Mannschaft kann definitiv Fußball spielen, braucht aber einfach mal ein Erfolgserlebnis“, glaubt der Coach. Der berühmte Knoten muss also platzen, damit die Wendthägerinnen ins Rollen kommen.
Aus Sicht von Dreßler haben Kambach und er eine eher introvertierte Mannschaft vor sich, „bei Gegentoren sind sie bislang in sich zusammengefallen“. Das habe sich in den letzten Wochen schon stark verbessert. Aber die Einstellung stimmt, es seien regelmäßig 20 lernfreudige Frauen beim Training dabei.
„Wir wollen das Projekt Klassenerhalt mit viel Stimmung, Spaß und Freude angehen, denn wenn man keine Freude an dem hat, was man da tut, wird sich auch kein Erfolg einstellen“, weiß der Trainer. „Dennis und ich sind zwei extrovertierte Typen, die das Ganze ein bisschen ‚Frei Schnauze‘ machen, Dinge offen ansprechen. Wir sind Typen der klaren Worte. Ich glaube, das ist etwas, was ganz gut zur Mannschaft passt“, fügt er an.
Leistung wieder auf den Platz bekommen
Die Überzeugung, die Landesliga am Ende der Saison noch zu halten, ist beim Trainer-Duo auf jeden Fall gegeben. „Wir sind fest vom Klassenerhalt überzeugt, die Mannschaft wird das rocken“, so Dreßler. Der TSV müsse sich lediglich von einem Punktelieferanten wieder zu einem ernstzunehmenden Gegner entwickeln, bei dem man sich für Zählbares schon ein bisschen mehr strecken muss.
„Unsere Verteidigung steht gut, der Zugriff im Mittelfeld ist auch vorhanden. Wir haben noch Probleme, ins letzte Drittel zu kommen, befinden uns aber auf dem richtigen Weg“, erklärt Dreßler.
Fühler nach Verstärkungen ausgestreckt
Zu der ohnehin schon „tollen Truppe“ stieß im Winter Tomke Buddensiek (Tochter von Männer-Trainer Roland Buddensiek) von der SG Rodenberg II, muss aber zunächst eine mehrmonatige Sperre absitzen. Zu anderen möglichen Neuzugängen habe man die Fühler ausgestreckt, aber kann noch nichts Konkretes vermelden.
Das Engagement von Dreßler und Kambach beim TSV Eintracht Bückeberge fühle sich wie ein Jackpot an: „Der Verein ist gut aufgestellt, ich kann nichts Negatives sagen“, so Dreßler, der hofft, dass für die Landesliga-Frauen jetzt auch der Erfolg wieder ins Mühlenbach-Stadion einkehrt. Die zwei „Brüder von verschiedenen Müttern“, wie Dreßler die Beziehung zum gleichberechtigten Coach Dennis Kambach bezeichnet, werden versuchen, ihren Teil dazu beizutragen.