"Bleiben demütig"

Zweites Spiel, zweiter Kantersieg: TuS SW Enzen macht beim TSV Goltern das halbe Dutzend voll

Der TuS SW Enzen kommt nach dem zweiten Kantersieg im zweiten Spiel einfach nicht aus dem Jubeln raus. 

Enzen/Goltern. Der Enzer Sturmlauf nimmt unheimliche Formen an. Nach dem 9:1-Auftaktsieg gewann der Fußball-Bezirksligist am Sonntag auch beim TSV Goltern. „Schwarz-Weiß!…..Enzen!“, schallte es sechsmal vom bestens gelaunten Anhang der Gäste über den Kunstrasen in Goltern, den der TuS SW Enzen kurzerhand zu seinem Wohnzimmer machte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der 6:0-Sieg hätte noch viel höher ausfallen müssen. So wie in der Vorwoche wäre sogar ein zweistelliges Ergebnis im Bereich des Möglichen gewesen. Selbst der sonst so kühl analysierende TuS-Trainer Fabian Stapel war nach dem Spiel einigermaßen geplättet. „Ich kann es noch nicht so richtig einordnen“, sagte er. „Wir werden jedenfalls demütig bleiben.“

Enzer sind gedankenschneller

Dass es trotz des ungewohnten Untergrundes ein glatter Erfolg der Gäste werden würde, zeichnete sich bereits zu Beginn ab. Enzen war in dem von Christian Gerdes (MTV Rehren A/R) gut geleiteten Spiel gedankenschneller, stahl den Platzherren oft den Ball und suchte beständig den direkten Weg zum Tor. Bei seinem 1:0 zum Beispiel stibitzte sich Justin Reeb das Spielgerät und schoss es kurzentschlossen ins lange Eck (13.).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch das 2:0 der Gäste ging auf eine Balleroberung zurück. Lennart Faul stahl sich den Ball und passte sofort zum freistehenden Arne Klöpper (23.). Bis zur Pause hätte der TuS SW Enzen mit dem Kopfball von Moritz Bölk oder den zwei Schüssen von Leon Horstmann noch viel deutlicher davonziehen können. Immerhin reichte es in der 36. Minute noch zur 3:0-Führung, als sich Faul elegant durch die behäbige Abwehr der Platzherren spielte.

Enzens Lennart Faul glänzt auch gegen den TSV Goltern als Vorlagengeber und Torschütze. 

Nach der Halbzeit ging es in diesem Takt weiter. Endlich machte auch Horstmann in der 78. Minute sein längst überfälliges Tor, wurde von Ole Müther mit einem Steilpass geschickt. Danach zeigte Stapel, dass er von der Bank sogar noch zusätzliche Qualität bringen kann. Der eingewechselte Neuzugang Jody-Frank Kopystka traf in der 83. Minute nach Vorarbeit des ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Kevin Wöbbeking.

Noch besser war Kopystkas Tor in der 87. Minute, als er vom Flügel nach innen kurvte und aus spitzem Winkel Enzens grandiose Leistung mit dem 6:0 krönte.

TuS SW Enzen: Meier, Bölk, Reeb (76. Singh), Nimptschke, Horstmann, Faul (76. Tekin), Engelhardt, Pluta (46. Führing), Zeckel (46. Kopystka), Müther, Klöpper (61. Wöbbeking).

SZ/LZ Inhalte als bevorzugte Quelle markieren — dann erscheinen unsere Artikel häufiger in Ihren Google-Schlagzeilen.Inhalte in den Google-Schlagzeilen bevorzugen?
Bevorzugen